Hilferuf der Ärzte

NEUMARKT. In einem Brandbrief an Landrat Albert Löhner haben fünf Internisten des Neumarkter Klinikums die chronische Arbeitsüberlastung der Mediziner beklagt: Sie befürchten "gesundheitliche Nachteile oder gar den Tod von Patienten", sollte es nicht zu Verbesserungen kommen.

Die Ärzte wollen sich nicht länger dem "juristischen Tatbestands eines Übernahmeverschuldens" aussetzen, schreiben die "Neumarkter Nachrichten" in ihrer Freitagsausgabe. Der Redaktion liegt der sechsseitige Brief der Ärzte vor.

Die Ärzte kritisieren eine Vielzahl von Punkten, die regelmäßig zur Arbeitsüberlastung führe. Darunter auch die Abnahme von Blutproben bei Alkoholsündern, wodurch immer wieder der kurze Schlaf des Bereitschaftsdienstes unterbrochen würde. Zu den Blutabnahmen würden die Ärzte aber vom Arbeitgeber gezwungen.

In einer Stellungnahme des Klinikums werden die Vorwürfe weitgehend zurückgewiesen. So soll bis zum Jahresende eine neue Arbeitszeitregelung gefunden werden, die den Medizinern Entlastung bringe. Ihre Klage sei auf ein "Informationsdefizit der Ärzte" zurückzuführen, sagte Xaver Hirschmann von der Klinikleitung. Außerdem sei ihm "kein Fall bekannt, in dem die medizinische Behandlung verspätet eingeleitet wurde".

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