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NEUMARKT. Als ermunterndes Zeichen sieht es die
Agenda-Beauftragte des Stadtrates Ruth Dorner an, dass Pro Neumarkt von FraGe
vermisst wird (wir berichteten
ausführlich). Schließlich vermisse man eigentlich nur etwas, das gute
Arbeit geleistet hat. Aber Pro Neumarkt gibt es weiterhin und bei einem
Gespräch mit der Vorstandschaft habe diese auch die Mitarbeit am
Agendaprozess in Neumarkt zugesagt. Als
vorzeigbares Ergebnis von Pro Neumarkt zählt Dorner die Vorarbeit von Pro
Neumarkt in Zusammenarbeit mit Sigi Müller vom Jugendbüro der Stadt bei den
Foren für die Jugend. Die Ergebnisse daraus haben erst dazu beigetragen, dass
der Beschluss für ein Jugendzentrum in der Stadtratssitzung am 10.10.2002
einstimmig ausgefallen ist. Dorner sieht
in Pro Neumarkt auch sonst einen Wegbereiter für einen Agendaprozess in
Neumarkt. Zahlreiche Themen wurden mit den Bürgern von Neumarkt behandelt. In
der Zwischenzeit hat der Stadtrat am 25.September 2002 dieses Verfahren
einstimmig genehmigt und das Angebot vom Landesamt für Umweltschutz
angenommen, an einem wichtigen Modellversuch für Lokale Agenda 21 in Städten
teilzunehmen. Im Rahmen
dieser Aufgabe hat sie zusammen mit dem externen Berater Ralf Stappen
begonnen, den Prozess dynamisch an die Neumarkter Gegebenheiten anzupassen.
„Wir müssen in Neumarkt einen starken Prozess auf die Beine stellen, in dem
dann die unterschiedlichsten Gruppen mitarbeiten und ihn so konstruktiv mit
gestalten“, meinte Dorner gestern bei einem Gespräch der Lenkungsgruppe für
den Agendaprozess. Sie und
Stappen haben deshalb intensiv Gespräche mit der Vorstandschaft von Pro
Neumarkt geführt. Mit einem Verzahnungskonzept machte Stappen der
Vorstandschaft Vorschläge, wie eine qualifizierte Mitwirkung beim
ganzheitlichen Stadtleitbild und der Lokalen Agenda 21 aussehen könnte. Dem
stimmte die Vorstandschaft von Pro Neumarkt und bestätigte, dass sie sich
konstruktiv in diesen Prozess einbringen will. Dies ist auch im Sinnen der
Agenda erwünscht, denn es mache laut Stappen keinen Sinn, parallel mehrere
Prozesse zu führen. Pro Neumarkt
wird weiter im Vorfeld von Stadtratsentscheidungen zuarbeiten und somit das
Verfahren stärken. Außerdem wird Pro Neumarkt Vorschläge und Konzepte für
Leitprojekte bringen, die auf den Bürgerkonferenzen diskutiert werden sollen.
Die Einberufung von Zukunftsforen wird der Verein ebenfalls weiterhin
übernehmen. Stappen
erläuterte die bisherigen Arbeiten: „Dass hier intensiv im Hintergrund
gearbeitet wird, ist vielleicht nicht jedem klar. Aber eine alte
Managementregel besagt, dass man 70 Prozent der Energie in die Vorbereitung
eines Prozesses stecken muss und nur 30 Prozent dann in die Umsetzung. Je
besser ein Prozess vorbereitet ist, um so besser wird er dann laufen. Denn
Agenda 21 ist mehr als nur Bürgerforen einzurichten, wenn sie Erfolg haben
soll.“ Stappen und
Dorner werden auch Billi einen Verzahnungsvorschlag machen und es wäre aus
ihrer Sicht wünschenswert, wenn sich auch Billi in diesen Gesamtprozess
konstruktiv einbringen würde. Schon demnächst werden sie erneut auf Billi
zugehen und ein Angebot zur Zusammenarbeit unterbreiten. |
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