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NEUMARKT. "Lebt der Verein Pro Neumarkt noch
oder ist die Vereinigung jetzt nach der Wahl politisch gesehen zur
letzten Ruhe gebettet worden?" Nach Meinung der Fraktionsgemeinschaft
(FraGE) im Neumarkter Stadtrat hat man von Pro Neumarkt, das zu
Wahlkampfzeiten im Rathaus unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegründet
wurde, seit geraumer Zeit nichts mehr Wesentliches gehört. Damit wollen sich
die Stadträte in der Fraktionsgemeinschaft nicht abfinden, denn schließlich
sei der Verein mit öffentlichen Geldern hoch bezuschusst worden und habe nun
anscheinend , zumindest die öffentliche Arbeit, gänzlich eingestellt.
Vielversprechend habe man während des Wahlkampfes zahlreiche Themen
aufgegriffen, wie den Zauberberg (Erlebnisbad), die Trinkwassersituation und
anderes mehr und die Verantwortlichen im Verein hatten
Folgeveranstaltungen versprochen. Ein kompetenter Kritiker des geplanten
Zauberbergs, der in der entsprechenden Veranstaltung aufgetreten ist,sei
gänzlich totgeschwiegen worden .Wiederholte Bemühungen von Seiten der FraGe,
doch wenigstens den Namen des kritischen Studenten genannt zu bekommen, der
seine Diplomarbeit über häufig gescheiterte Erlebnisbäder in Deutschland
gemacht hat, seien von der Geschäftsführung von Pro Neumarkt
unverständlicher Weise blockiert worden. Das Versprechen, über dringend
notwendige Wassereinsparung in Neumarkt zu diskutieren, sei
ebenfalls nicht eingehalten worden. Die
Vorstandschaft des Vereins sei dem Stadtrat Rechenschaft schuldig, ob
man die vom Stadtrat beschlossenen Zuschüsse in Höhe von 90 000 DM im
Jahr 2001erhalten habe und wofür sie ausgegeben wurden? "Wir warten
sehnsüchtig auf Antworten und auf weitere Bürgerforen von Pro Neumarkt",
erklärt der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Madeisky. "Vielleicht
bereiten die Vorstandsmitglieder ein umfangreiches Herbstprogramm vor, das
man gemeinsam mit den Bürgern ableisten will, um sich so den
öffentlichen Zuschüsse zu verdienen" hofft der FraGe-Stadtrat.
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