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"Erdrutschartiger Sieg" für MdB
Rudolf Kraus
NEUMARKT/AMBERG. Die Amberg-Sulzbacher CSU steht geschlossen
hinter MdL Heinz Donhauser. Einstimmig sprach sich der Kreisvorstand für
Donhauser als alten und neuen Direktkandidaten für den Bayerischen Landtag
aus. MdL Franz Kustner soll als Listenkandidat ebenso wieder in den Landtag
einziehen. Ingrid Kurz wurde vom CSU-Vorstand erneut als Direktkandidatin für
den Bezirkstag empfohlen.
"Ein herzliches Dankeschön an die Wählerinnen und Wähler": Im
Freihunger Gasthaus "Alte Post" feierten knapp 40
Kreisvorstandsmitglieder "den erdrutschartigen Sieg des Rudolf Kraus bei
den Bundestagswahlen". "Der CSU-Kreisvorsitzende ist der strahlende
Sieger der Bundestagswahl", betonte stellvertretender
CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz.
Der alte und neue Direktabgeordnete für den Bundestag, Rudolf Kraus, blieb im
Landkreis Amberg-Sulzbach lediglich in vier Gemeinden knapp unter 50% der
Stimmen. In vielen Gemeinden in Amberg-Sulzbach und in fast allen Wahllokalen
in Neumarkt lagen die Ergebnisse des "Polit-Haudegens" sogar
zwischen 60% und 70%. In einigen Orten in Neumarkt erzielte Kraus knapp unter
80% der Stimmen.
"Rudolf Kraus lag in allen Gemeinden in Amberg-Sulzbach erheblich vor
Reinhold Strobl", analysierte MdL Franz Kustner. Dem SPD-Kandidaten sei
es scheinbar selbst als Abgeordneter der Regierungspartei nicht gelungen,
irgendwelche Akzente zu setzen, die der Wähler wahrgenommen hätte. Zu
schaffen gemacht habe ihm wohl auch seine mangelnde Ortskenntnis: so habe
Strobl den Bau einer Straße in Mühlhausen in den Medien als Erfolg seiner
Politik vermeldet. "Dummerweise liegt das besagte Mühlhausen in
Niederbayern, nicht in unserem Wahlkreis", rief Heinz Donhauser
"den peinlichsten aller Fehltritte des Reinhold Strobl" in
Erinnerung.
"Rudolf Kraus hat mehr als doppelt so viele Stimmen bekommen wie der
Mitbewerber - ein eindeutigeres Urteil gab es selten", resümierte auch
Bezirksrätin Ingrid Kurz. Die CSU wolle sich aber mit dem abgewählten
Bewerber nicht mehr weiter beschäftigen. "Wir wünschen Strobl alles Gute
für seinen weiteren beruflichen Lebensweg", so Rudolf Kraus.
Kreisrat Dr. Harald Schwartz hob die großen Erfolge des MdB Rudolf Kraus für
die Region hervor und nannte nur zwei Beispiele: "Ein Dutzend
Sonderprojekte zur Pflege haben wir dem damaligen Staatssekretär Kraus zu
verdanken", verwies er auf die relativ geringen Preise für
Pflegeleistungen in der Region.
Auch die Beschäftigungsgesellschaft der Neuen Maxhütte, damals eine der
ersten in den alten Bundesländern, gehe auf das Engagement des Rudolf Kraus
zurück, nannte Schwartz ein weiteres Beispiel. "Es hätte sich schon wegen
seiner Verdienste gehört, dem wiedergewählten Abgeordneten Kraus im Kreistag
zu gratulieren", kritisierte der Kreisrat das Versäumnis des Landrates,
das in dieser Form einmalig sei in der Geschichte des Kreisparlaments.
Rudolf Kraus sieht den kommenden Monaten unter Rot-Grüner Regierung mit
großer Skepsis entgegen. Bayern stehe dank Edmund Stoiber "besser da als
alle anderen Bundesländer". Dennoch sei die Arbeitslosigkeit auch in der
Oberpfalz das beherrschende Thema. "Jetzt heißt es anpacken, die Steuern
wenigstens nicht erhöhen und Bürokratie abbauen" - Rudolf Kraus will
gemeinsam mit den anderen sechs oberpfälzer CSU-Abgeordneten "alles für
unsere Bürger tun, was man in der Opposition tun kann".

MdL Heinz Donhauser (links) soll wieder in den Landtag. Bezirksrätin Ingrid
Kurz, CSU-Kreisvorsitzender MdB Rudolf Kraus, Bezirksrat Alois Seegerer,
stellvertreten-der Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz,
Seniorenunionsvorsitzender Josef Stauber und MdL Otto Zeitler (von links)
wollen "auch bei den kommenden Wahlen das Vertrauen der Bevölkerung
gewinnen".
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