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Einsicht war nicht nötig,
aber harte Arbeit NEUMARKT. Damit der Kreisverkehr für die Umgehung Pölling nun doch realisierbar wird, war keine Einsicht bei Stadträten dieser oder jener Partei nötig, sondern harte Arbeit in der Stadtverwaltung, heißt es in einer Presse-Mitteilung der Stadt. Sein Zustandekommen ist auch nicht der Erfolg der Bemühungen einer Partei, sondern Ergebnis der Anstrengungen der Stadt. Oberbürgermeister Alois Karl, Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee und Martin Hollweck haben für die überraschende Wende in den letzten Wochen gesorgt. Ein Kreisverkehr war von Anfang an vom Stadtrat als ideale Lösung angesehen worden. Ein Gutachten von Professor Harald Kurzak hatte jedoch die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs auf Dauer verneint. Damit war eine solche Lösung nicht förderungsfähig gewesen. Die überraschende Wende ist jetzt nur dadurch zustande gekommen, weil Oberbürgermeister Karl sehr schnell auf die Ergebnisse der neuen Verkehrszählungen im Juli 2002 reagiert hat. Stadtbaumeister Müller-Tribbensee und der Mitarbeiter im Tiefbau Hollweck hatten ihn am 4.9.2002 auf die neuen Zahlen hingewiesen. Zusammen stellten sie erste grobe Berechnungen an, die darauf hinaus liefen, dass damit die früheren Hochrechnungen für das Jahr 2015 hinfällig sein könnten. Denn aus den Zählungen an 51 Punkten der Stadt ergab sich auch für die Pöllinger Umgebung eine geringere Anzahl an Fahrzeugen täglich. In mehreren Nachtschichten arbeitete das Tiefbauamt deshalb eine detaillierte Berechnung auf der Grundlage der neuen Zahlen aus. Darüber hinaus bereitete es neue Pläne für eine verbesserte Kreisverkehrslösung vor, die Oberbürgermeister Karl in ersten Strichen skizzierte. Sie sieht jetzt mittels sog. „Beypässen“ die Möglichkeit vor, den Kreisel bei Bedarf zu erweitern. Bei den Berechnungen ergab sich, dass die Zahl der Fahrzeuge für die Pöllinger Umgehung im Jahr 2015 nicht bei 33.750, sondern höchstens bei 27.000 liegen wird. Damit ist die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs auf alle Fälle nachgewiesen, die im früheren Gutachten wegen des hohen Verkehrsaufkommens noch verneint worden war. Wegen der
knappen Zeit nahm Oberbürgermeister Karl telefonisch Kontakt mit der
Regierung und dem Straßenbauamt in Regensburg auf und präsentierte ihnen die neuen
Zahlen und die doch vorhandene Möglichkeit eines Kreisverkehrs. Beide Stellen
signalisierten Zustimmung, wenn die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs
gegeben sei. So konnte Oberbürgermeister Karl schon am 25.9.2002 den
Stadträten die gute Nachricht verkünden. |
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