|
|
|
Auch
Sachspenden von Geschäftsleuten willkommen
Die schrecklichen Bilder der Flut sind
vielleicht bei vielen, die zum Teil fast zu wenig Regen abbekommen haben,
schon wieder in Vergessenheit geraten. Bei den Betroffenen jedoch sitzt der
Schock noch so tief, dass sie noch gar nicht über ihre Zukunft nachdenken
möchten. Es
wird aufgeräumt, Schlamm weggeschaufelt, geputzt und gewaschen, alles
rausgerissen, was kaputt ist. Die Menschen arbeiten, oft nur um erst mal die
Probleme zu verdrängen, ohne zu wissen, wie es wirklich weiter geht. Geld ist
sicherlich das, was man am meisten brauchen würde, aber es wird nicht
reichen. Die Gelder, die vom Staat kommen, Gelder, die von großen
Hilfsorganisationen kommen und Gelder aus den unzähligen Spendentöpfen gehen
meist an größere Einrichtungen, die es sicherlich auch dringend nötig haben.
Aber bei den betroffenen Bürgern selbst, kommt zum Schluss sehr wenig konkret
an.
Neben
den Geldspenden sind für die Betroffenen Sachspenden sehr wichtig, weil das
Geld eben nicht reicht. Geschäftsleute, an denen wiederum Arbeitsplätze
hängen, sowie Privatleute haben in den letzten Jahren viel investiert,
Schulden gemacht, die jetzt so sehr belasten, dass an einen Neuanfang von
Null erst gar nicht zu denken ist. In
Meißen ist es so, dass die Stadt von früher fast 60.000 Einwohnern auf etwa
die Hälfte geschrumpft ist. Es gab sehr viele Wegzüge. Ein positiver Nebeneffekt
dieser ansonsten problematischen Situation ist jetzt im Katastrophenfall,
dass durch die vielen leerstehenden Wohnungen im Bestand, Betroffene zum Teil
sehr schnell neue, trockene Wohnungen finden. So ist in Meißen der Bedarf an
Sachspenden bereits jetzt recht hoch. Weiterer Bedarf wird sich ergeben, wenn
die Wohnungen und Geschäftsräume in den Erdgeschossen wieder trockengelegt
und renoviert sein werden. Das dauert allerdings, auch wegen der finanziellen
Belastung. So wären zum Beispiel Baumaterial, Fenster, Türen, Farben,
Tapeten, Bodenbeläge für viele eine große Hilfe.
„Bürger helfen
Bürgern“ Es
gilt die Nachfrage und das Angebot nach Möglichkeit zusammenzubringen.
Deshalb arbeitet die Aktionsgruppe „Bürger helfen Bürgern“ in Neumarkt so,
dass
Bereits
im Vorfeld gilt es einen ganz besonderen Dank auszusprechen all den Helfern,
die im Hintergrund bisher aktiv die Aktion unterstützt haben. Erste
kleinere Lieferungen wurden bereits bei den Betroffenen abgegeben. Zusätzlich
steht in den nächsten Wochen die Halle der alten Druckerei Wittmann in der
Gutenbergstraße als Sammelstelle zur Verfügung, sowie ein LKW, mit dem etwa
in zwei Wochen ein größerer Transport in die Umgebung von Meißen bzw. Pirna
geplant ist. Wünschenswert wäre eine bessere Vernetzung der
verschiedenen Aktionen, die im gesamten Landkreis laufen. Kontakt und Sammelstelle Ansprechpartner
Bürger
und Geschäftsleute, die die Aktion „Bürger helfen Bürgern“ gerne unterstützen
wollen, können sich unter Tel. 26 17 87
bei Herrn Hans Rösch melden. Kontakt Im
Laufe der nächsten Woche wird auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis.neumarkt.de ein
Link auf eine Sonderseite zur Fluthilfe geschaltet, auf der die Bedarfslisten
eingesehen werden und entsprechende Angebote gemacht werden können. Spendenkonto Für
Geldspenden zur konkreten Unterstützung dieser Aktion wurde das Sonderkonto
100 203 769 „Fluthilfe“ von BILLI Neumarkt e.V. bei der Raiffeisenbank Neumarkt BLZ 760 695 53
eingerichtet. Spendenquittungen,
an Firmen auch Quittungen für Sachspenden können bei Bedarf ausgestellt
werden. Anlieferung von gut erhaltenen Sachspenden Sachspenden
bitten wir in der Halle der alten Druckerei Wittmann in der
Gutenbergstr.2 in Neumarkt
anzuliefern. ( Zufahrt über Regensburger Str./Kerschensteiner Str.) Anlieferungszeiten
in den nächsten zwei Wochen: jeweils Mittwoch und Freitag 16 –18 Uhr und
Samstag 14 – 17 Uhr (ab Samstag den, 7.09.2002) Sachspenden
im Stadtgebiet Neumarkt können bei Bedarf nach telefonischer Vereinbarung
auch abgeholt werden. In
den nächsten Wochen ist zur Annahme,
für kleinere Reparaturen, Sortieren, Abholung und den Transport weitere Hilfe
willkommen. Rüstige Rentner wären zum Beispiel eine wertvolle Unterstützung für
diese Aktion. Bedarfslisten Gesucht
wird zur Zeit in den betroffenen Gebieten: Baumaterial
– Grundierung – Farben – Tapeten - Bodenbeläge Trocknungsgeräte
(auch leihweise) Werkzeug
– Bohrmaschinen – Stichsägen usw. Waschmaschinen
– Trockner Kühlschränke
– Herde Einrichtungsgegenstände
– Küchen – Wohnzimmer –Esszimmer - Kinderzimmer- Schlafzimmer Elektrogeräte
– Bügeleisen – Kaffeemaschinen – Staubsauger
Fernsehgeräte
– technische Geräte Hausrat
- Geschirr Fahrräder Babymöbel
– Babybedarf - Kinderwägen Spielsachen Ladeneinrichtungen
– Regale Büromöbel
– Computer – Drucker - Faxgeräte |
|
|
lesen, was morgen in der Zeitung
steht... |
|