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NEUMARKT.
Vier Stunden dauerte der Workshop zur geplanten Stadthalle am Montag im
Neumarkter Rathaussaal. Dazu hatte die Stadt mögliche künftige Nutzer der
Stadthalle genauso wie Fachleute aus dem Bereich Stadthallenmanagement
eingeladen. Zu Beginn begrüßte Oberbürgermeister Alois Karl die Teilnehmer
und dankte ihnen, „dass sie sich zur Mitarbeit an diesem gewichtigen
kommunalpolitischen Vorhaben bereit erklärt haben.“ Ziel des im
Moderationsverfahren durchgeführten Workshops sei es, die Nutzung der
Stadthalle genauer definieren und die Planungen konkretisieren zu können. Die
einzelnen Ergebnisse des Workshops sollen im Herbst im Stadtrat diskutiert
werden. Anfang 2003 könnten im besten Fall die Planungen beginnen und die
Stadthalle bis 2004 erstellt sein. Im Verlauf
des Workshops kristallisierte sich heraus, dass eine Stadthalle für
verschiedene Nutzungen gedacht sein sollte. Die hauptsächliche Nutzung sahen
die Teilnehmer darin, dass dort Tagungen, Kongresse, Vorträge und
Firmenveranstaltungen genau so möglich sein sollten wie festliche Veranstaltungen,
Konzerte oder Aufführungen. Geleitet
wurde der Workshop von Professor Dr. Helmut Schwägermann vom Institut für
Veranstaltungsmanagement der Fachhochschule Osnabrück. Unterstützt wurde er
dabei von Günther Valjak und Heinz-Werner Bleyl. Valjak ist Geschäftsführer
der Osnabrücker Veranstaltungs- und Kongress GmbH, Bleyl ist Geschäftsführer
des Kultur- und Kongresszentrums Rosenheim. Im Rahmen des
Workshops wurden auch verschiedene weiter gehende Fragestellungen diskutiert.
So galt es, aus den Nutzungsmöglichkeiten die nötige Platzkapazität und das
daraus folgende Raumprogramm sowie die technische Ausstattung zu diskutieren.
Die Teilnehmer sahen in einer Größenordnung von 800 bis 1000 Plätzen die
richtige Größe für die Stadthalle. Die Bühne sollte variabel den
verschiedenen Nutzungen angepasst werden können und zwischen 50 und 200
Quadratmeter umfassen. Auch die Frage der Bewirtschaftung wurde näher
diskutiert. Sie sei sowohl über Catering als auch durch eine eigene
Gastronomie lösbar. In diesem Zusammenhang ist auch die Erstellung eines
Hotels nötig. Darüber waren sich die Teilnehmer einig. Nur so könne ein
vernünftiger Tagungs- und Kongressbetrieb aufgebaut werden. Darüber hinaus
erachteten es die Teilnehmer als wichtig, dass eine Stadthalle die bestehenden
Veranstaltungsorte sinnvoll ergänzt. Sie sollte deshalb neben dem Reitstadel,
den Festsälen der Residenz, den Jurahallen und den anderen Räumen ein eigenes
Profil entwickeln, das sich mit den anderen Veranstaltungsräumen gut
kombinieren lässt. Darum sollten ein eigenes Veranstaltungsmanagement und
eine abgestimmte, die Vorteile der jeweiligen Räumlichkeit nutzende
Verteilung der Veranstaltungen angedacht werden. Der Standort an der Mühlstraße wurde vom Großteil der Teilnehmer als der idealere Standort angesehen. Auch die Experten unterstützten diese Meinung, da sich dort eine Vielzahl von Synergieeffekten ergebe. Sie sehen in dem vorhandenen Raumangebot von Reitstadel, Festsäle der Residenz, Bücherei und kommendem Museum Lothar Fischer eine sehr gute und fußläufig sehr nahe Ergänzung zur Stadthalle. Das so entstehende „kulturelle Zentrum der kurzen Wege“ und der Altstadtanbindung hebe Neumarkt deutlich von vielen anderen Stadthallenorten ab. |
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