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Erstaunen über SPD-Kritik

 

NEUMARKT. Erstaunen hat die Kritik der SPD an der neuen Parkregelung für die Bahnhofsumgebung bei der Stadt ausgelöst. Schließlich ist diese Entscheidung unter Zustimmung des SPD-Vertreters im Bausenat am 23.7.2002 gefallen. Lediglich der Vertreter der Fraktionsgemeinschaft „Frage“ hatte dagegen gestimmt, nachdem er zuvor dafür plädiert hatte, die Gebühren für die Parkplätze nicht auf einen, sondern auf zwei € festzulegen, damit die Maßnahmen auch greifen.

Als äußerst günstiges Angebot stuft die Stadt die Neuregelung ein, dass die Preise für Pendler im Parkhaus an der Ringstraße auf 15 € pro Monat gesenkt werden. Dies entspricht umgerechnet Kosten von nur rund 50 Cent pro Tag. Die steuerlich anzusetzende Kilometerpauschale bei der Einkommensteuer liegt bei 40 Cent, wenn der Arbeitsort von der Wohnung über 10 Kilometer entfernt ist, was bei den meisten Pendlern zutreffen dürfte. Damit sollten die geringen Parkgebühren von nur 50 Cent pro Tag als Kosten nur wenig ins Gewicht fallen.

Zudem können Pendler mit der Monatskarte das Parkhaus an der Ringstraße an allen Tagen zu benutzen, auch an Wochenenden und Feiertagen. Darüber hinaus bietet es Schutz vor der Witterung, der im Winter, bei Unwettern und an heißen Tagen besonders zum Tragen kommt. Auch der Fußweg zum Bahnhof liegt mit etwa drei Minuten in einem annehmbaren Bereich. Dies ist eine Entfernung, wie sie zum Beispiel Pendler in Ansbach zurücklegen müssen. Dort gibt es ein Parkhaus, das für 50 Cent pro Tag benutzt werden kann.

Überhaupt stellt sich die Neumarkter Situation im Pendlerbereich beim Vergleich mit etlichen anderen ostbayerischen und mittelfränkischen Städten als recht günstig heraus. So bieten Städte wie Nürnberg, Regensburg, Weiden, Landshut oder Straubing gar keine Parkplätze für Pendler am Bahnhof an. Ingolstadt hat ein Parkhaus, das für 1,10 € pro Tag benutzt werden kann.

In der letzten Bausenatssitzung am 23.7.2002 war das Thema Parkregelung um das Bahnhofsgelände besprochen worden. Einig waren sich die Stadträte dabei gewesen, dass zahlreiche Straßenzüge zu Kurzparkzonen mit bis zu drei Stunden Parkzeit werden sollen, die durch eine Parkscheibe nachgewiesen werden müssen. Bei einigen bisher kostenfreien Parkplätzen werden künftig per Parkscheinautomaten Tageskarten für den Preis von 1 € ausgegeben. Dies betrifft den Parkplatz in der Stephanstraße auf dem ehemaligen Baywa-Grundstück und die Stellplätze gegenüber sowie den Parkplatz an der Dreichlinger Straße und die Stellplätze an der Hans-Dehn-Straße. Dort werden Parkscheinautomaten aufgestellt.

Dass die Stadt jetzt handelt, liegt unter anderem auch an den von Pendlern vollgeparkten Straßen um den Bahnhof herum. Hier will die Stadt mit der Einrichtung von Kurzparkzonen eine Lösung schaffen. Immer wieder gibt es Klagen von Anwohnern und im südlichen Bereich des Bahnhofes von dortig ansässigen Firmen, dass die Durchfahrt der Straßen durch parkende Pendlerfahrzeuge erschwert und behindert ist.

Deshalb werden in einigen Straßenzügen Kurzparkzonen eingerichtet, bei denen mit Parkscheibe bis zu drei Stunden kostenlos geparkt werden kann. Im Bereich Lohgasse-Hallstraße-Schützenstraße-Zollamtsstraße-Löwenstraße-Stephanstraße werden die Stellplätze einmarkiert und die Parkdauer in der Zeit von 8 bis 18 Uhr auf drei Stunden begrenzt. Auch der Parkplatz an der Ingolstädter Straße soll von 8 bis 18 Uhr nur maximal drei Stunden lang mit Parkscheibe benutzt werden können.

Änderungen wird es auch südlich des Bahnhofes geben. Für die Dreichlinger Straße ist beidseitig ein durchgehendes Parkverbot geplant. Dort wird der Verkehrsfluss durch parkende Fahrzeuge oft erheblich beeinträchtigt. In der Hans-Dehn-Straße, Daimlerstraße und Karl-Spitta-Straße werden die Stellplätze einmarkiert und die Nutzung mit Parkscheibe in der Zeit von 8 bis 18 Uhr auf drei Stunden begrenzt.

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