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„Standort überdenken“

 

NEUMARKT. In einer Presse-Mitteilung warnt die Fraktionsgemeinschaft FlitZ/Grüne vor einem Alleingang und vor Geheimniskrämerei in Sachen Fischer-Museum:

Die Entscheidung ist mehrheitlich im Stadtrat gefallen: Neumarkt soll ein Lothar Fischer Museum und einen Skulpturenpark dieses Künstlers bekommen. Der Beschluss des Stadtrates, den Standort des geplanten  Museums noch einmal zu überdenken, wird von der Fraktionsgemeinschaft FlitZ/GRÜNE ausdrücklich begrüßt. Die endgültige Standortfindung müsse  ganz im Sinne bürgernaher Politik zusammen mit dem Bürger erfolgen. Erst dann könne man über die bauliche Außenhülle des Museums nachdenken. Dabei steht wohl die grundsätzliche Frage im Mittelpunkt, ob die Stadt im Rahmen eines noch zu erarbeitenden Kunstkonzeptes, auf Außenwirkung setzt: dies wäre zum Beispiel mit dem von Stadtrat Hans Gloßner vorgeschlagenen Museum im Schlossweiher sicherlich zu erwarten, oder ob die Kunst Fischers quasi eingeschachtelt wird und damit der gewünschte Werbeeffekt ausbleibt.

 

Als besonders wichtig und notwendig fordert Stadtrat Hans Madeisky angesichts der vorhandenen Spannungen in der Bevölkerung , das bisher nicht erkennbare Kunstkonzept ein. Die Fraktionsgemeinschaft wird hierzu einen dringenden Antrag an die Verwaltung stellen. Die Bevölkerung ist weiterhin umfassend und ehrlich über die zu erwartenden Kosten sowie die Inhalte der geplanten Ausstellungen zu informieren. Dazu ist es notwendig, die Arbeiten Fischers, soweit dies u.a. auch aus rechtlichen Gründen möglich ist, allen Teilen der  Bevölkerung darzustellen.

 

Insgesamt also meint die Fraktionsgemeinschaft, dass ein eventuell in Neumarkt zu errichtendes Fischer-Museum ein guter Ansatzpunkt wäre, um die oft zitierte Bürgermitwirkung jetzt verstärkt in die Tat umzusetzen. Eine Öffnung der Stadtspitze

dahingehend würde sicherlich viel  des ansonsten drohenden Ärgers ersparen . Bürgermitwirkung wäre außerdem dienlich dabei, das Kunstverständnis in der Bevölkerung zu fördern. Dies wünscht die Fraktionsgemeinschaft ausdrücklich.

Ernste Befürchtungen hegt die Fraktionsgemeinschaft für den Fall, dass die Stadtspitze weiter einen Alleingang, verbunden mit Geheimniskrämerei praktizieren sollte. Man würde damit nicht nur der Kunst als solches einen Bärendienst erweisen, sondern auch die Gefahr provozieren, dass viele Neumarkter Sturm gegen die geplanten Maßnahmen laufen würden. 

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