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NEUMARKT. Einen völlig misslungenen Scherz erlaubten
sich die Lausbuben einer achten Klasse bei ihrer Klassenfahrt: Sie klebten
einen Schild „Hilfe wir werden entführt“ in die Heckscheibe – und lösten
beinahe einen Großeinsatz der Polizei aus...
Ab Höhe der
Anschlussstelle Erlangen-West hefteten sich die Erlanger Verkehrspolizisten an den fraglich Reisebus. Es kam den
Beamten jedoch sofort "spanisch" vor, dass es sich bei dem Hilferuf
um einen perfekten Computerausdruck handelte. Im Bus befanden sich ca. 50
Kinder, die offensichtlich bester Laune waren und verschmitzt über das
Plakat, einer Collage aus vierzehn DIN A 4-Blättern, zu dem Streifenwagen
heruntergrinsten. Als der Bus in der Rastanlage Aurach-Süd angehalten wurde,
klärte sich die Geiselnahme schnell auf. Es handelte
sich um einen gemeinsamen Schulausflug der achten Klassen einer Volksschule
in Unterfranken. Die "Lümmel von der letzten Bank" hatten
sich dieses "Späßchen" zu Hause einfallen lassen. Der ahnungslose
Lehrer fand diesen Schülerstreich allerdings überhaupt nicht lustig,
insbesondere als die Polizeibeamten ihn darüber aufklärten, welche Maschinerie
angelaufen wäre, wenn die Beamten den üblen Scherz nicht sofort durchschaut
hätten. Ob dieser
Belehrung senkten auch die Schüler die Köpfe, denn solche Folgen hatten sie
nicht bedacht. Der Klassenausflug konnte fortgesetzt werden, nachdem die
Polizeibeamten das Plakat "einkassiert" hatten. |
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