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Viel geschehen im Tiefbau

 

NEUMARKT. „Das letzte Jahr war ein sehr aktives im Bereich des Tiefbaus in der Stadt Neumarkt“, kommentierte Oberbürgermeister Alois Karl bei einer internen Besprechung die Zahlen aus dem Tiefbauamt. „Mit einer Gesamtsumme von knapp 11 Millionen € können wir mit Stolz behaupten, dass viel geschehen ist und wir unsere Stadt damit auch in diesem Bereich wieder ein gutes Stück voran gebracht haben. Das Beispiel der Ortsumgehung in Lippertshofen zeigt dies deutlich.“ Dort hatte die Stadt mit Unterstützung des Freistaates die längst nötige 1,9 Kilometer lange Umlegung der Staatsstraße 2240 gebaut, die ohne das Engagement der Stadt wohl noch lange nicht gekommen wäre. Sie war am 25.7.2001 freigegeben worden.

Auch am Berliner Ring sorgte die Stadt mit der Oberbauverstärkung und einer Verbreiterung für bessere Verkehrsbedingungen. In der Rekordzeit von nur drei Wochen war das 1,2 Kilometer lange Teilstück Ende Juli 2001 wieder verkehrstauglich gemacht worden. Rund 500.000 € hat diese Maßnahme die Stadt gekostet. Im Baugebiet Pölling-Bühl II wurden für 1,35 Millionen € die nötigen Straßenbauten vorgenommen. Außerdem waren 400.000 € in die Außenanlagen am Städtischen Bauhof geflossen. Insgesamt hat die Stadt im letzten Jahr alleine für den Bereich des Straßenbaus, der Wegesanierung und den Radwegbau knapp sechs Millionen € aufgewendet.

Weitere 2,7 Millionen € gingen in die abwassermäßige Erschließung und in die Kanalsanierung sowie in die Altstadtsanierung, die Friedhöfe und den Sportplatzbau. Größter Posten war dabei die Erschließung des Baugebietes Stauf-Süd mit 1,1 Millionen €. Darunter fielen aber auch kleinere Maßnahmen wie der Neubau eines Sportplatzes für den TSV Wolfstein mit 180.000 € oder die Errichtung eines Inline-Hockey-Spielfeldes auf dem Volksfestplatz für 17.000 €.

Außerdem hat die Stadt das Regenrückhaltebecken Lährer Weg für über 800.000 € gebaut. Eine besonders zukunftsweisende Investition sind die 1,1 Millionen € für den Aufbau einer Kanaldatenbank. Deren positiven Effekte werden auf Jahre hinaus wirksam sein und sich auszahlen. Schließlich steht damit ein Instrument zur Verfügung, das die Kontrolle des Kanalsystems vereinfacht. Damit können Schäden rechtzeitig erkannt werden, so dass Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen kostengünstiger ausfallen werden.

„Für das Jahr 2001 können wir im Tiefbau schon recht zufrieden sein.“ Mit diesen Worten zog Oberbürgermeister Karl ein Resümee des vergangenen Jahres. „Aber wir wollen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Wir müssen auch hier weiter dran bleiben. Die Umgehung von Pölling ist ein Tiefbauprojekt, das jetzt ansteht und das wir heuer noch in Angriff nehmen wollen.“ Mit einer Investitionssumme von rund 14 Millionen € wird die Pöllinger Umgehung eines der kostspieligsten Tiefbauprojekte der Stadt in den letzten Jahren. Auch die abwassermäßige Erschließung der östlichen Stadtteile wird weiter gehen und insgesamt 3,3 Millionen € verschlingen. „Auch das ist ein Großprojekt für Neumarkt. Bis jetzt sind schon 99 Prozent der Stadt an die abwassermäßig erschlossen, und das letzte Prozent wird wohl das Teuerste werden.“

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