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Spitzenfeld – auch ohne Ullrich NEUMARKT. Etwas hektisch ging es zu im
Vorfeld der Bayern Rundfahrt: Terminüberschneidung mit der Belgien-Rundfahrt,
Jan Ullrichs mögliches Comeback in Bayern , dann die kurzfristige Absage.
Doch gut eine Woche vor dem Start haben sich die Wogen geglättet. Trotz terminlichen
Überschneidungen mit anderen europäischen Rundfahrten haben sich sehr viele
Top-Fahrer für einen Start in Bayern entschieden.
Und das kurze Intermezzo einer möglichen
Teilnahme von Jan Ullrich brachte der Bayern Rundfahrt immerhin eine ganze Menge
Publicity. Auch nach dem Verzicht zeigt sich Rundfahrtleiter Ewald Strohmeier
zuversichtlich: „Natürlich hätten wir Jan Ullrich gerne am Start gehabt –
keine Frage. Aber ich denke, jeder hat Verständnis für seine Absage. Und wir
können trotz allem ein tolles Fahrerfeld präsentieren, das keine Wünsche
offen lässt.“ In der Tat kann die Bayern Rundfahrt in ihrer 23. Auflage
wieder einmal mit einer Top-Besetzung aufwarten. Erik Zabel (Telekom), Jens
Voigt (Credit Agricole) und Alex Zülle (Coast) sind nur einige Highlights aus
der Liste der 17 Mannschaften. Darunter befinden sich u.a. die GS I-Teams
Saeco, Mapei, Jean Delatour, Alessio und Gerolsteiner. So sollte es der Bayern Rundfahrt auch in
diesem Jahr nicht schwer fallen, im internationalen Vergleich zu bestehen.
2001 wurde die Veranstaltung von der UCI mit Bestnoten ausgezeichnet und
nimmt damit unter den deutschen Etappenrennen eine Spitzenposition ein. Als
oberster Kommissär des Weltradsportverbandes wird Peter Stuppacher aus
Österreich die 23. Bayern Rundfahrt leiten. In den
Etappenstädten Füssen, Bad Wörishofen, Gunzenhausen, Schwabach, Marktredwitz
und Neumarkt ist man für den Empfang der Rennfahrer bestens gerüstet. Seit
Monaten laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren und so kurz vor der
Veranstaltungen ist es vor allem die Feinarbeit, bei der letzte Hand angelegt
wird. Das Konzept, sportliche Highlights mit einem bunten
Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie zu kombinieren, hat sich in
Bayern bereits seit vielen Jahren bestens bewährt. Zum
Rundfahrt-Auftakt steht Füssen im Allgäu zwei Tage lang im Mittelpunkt des
Radsport-Geschehens. Zunächst findet am Vorabend der 1. Etappe im Rahmen
eines Stadtfestes die Mannschaftspräsentation statt. Am 22. Mai führt dann
das erste Teilstück mit einer Schleife über Bad Wörishofen zurück nach
Füssen. Als ersten Höhenpunkt der Bayern Rundfahrt bezeichnen viele das
Einzelzeitfahren, das am Abend des 22. Mai ausgetragen wird. Wie schon in den
Jahren zuvor, könnte dabei eine Vorentscheidung fallen. Der Startschuß zur 3.
Etappe fällt am 23. Mai nach einem Autotransfer in Bad Wörishofen. Von dort
sind es immerhin noch mehr als 200 Kilometer zum Ziel in Gunzenhausen. Die
ersten 120 Kilometer werden die Roller im Feld bevorzugt, bevor es bei
Harburg zur ersten Bergwertung kommt. Noch mehr Berge finden sich auf der 4.
Etappe von Gunzenhausen nach Schwabach. Bei Massendorf geht es über den
Spalter Berg und das gleich zwei Mal. Denn um die relativ kurze Distanz von
Gunzenhausen nach Schwabach auf eine angemessene Länge zu bringen, haben die
Veranstalter auf dieser Etappe einige Schleifen eingebaut. Gleichzeitig
findet am Spalter Berg ein Zeitfahren für Jedermänner statt, bei dem die
Hobbyfahrer ihre gefahrenen Zeiten mit denen der Rad-Stars der Bayern
Rundfahrt vergleichen können. Die Ausrichtung dieses Zeitfahrens übernimmt
der Verein bikesport Herpersdorf. Das „Dach“ der Rundfahrt erreichen die
Rennfahrer auf der Königsetappe von Schwabach nach Marktredwitz. Auch die
Bergwertung am Steinwald muss zwei Mal absolviert werden, bevor es zum Ziel
in der Kraussoldstrasse in Marktredwitz auch noch einmal bergan geht.
Spannend wird mit Sicherheit das Finale auf der 6. und letzten Etappe. Kurz
vor dem Ziel in Neumarkt stehen am Fuchsberg wiederum zwei Bergwertungen auf
dem Programm, durch die sich das Klassement vielleicht noch verändern lässt.
Zumindest die Karten für das FRANKEN BRUNNEN Bergtrikot werden vielleicht neu
gemischt. |
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