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Team Telekom sagt
Teilnahme von Jan Ullrich zu NEUMARKT.
Die Sensation ist perfekt: Jan Ullrich wählt die Bayern Rundfahrt für seinen
Wiedereinstieg ins Renngeschehen. Mannschaftsleiter Rudy Pevenage gab beim
Klassiker „Rund um den Henninger Turm“ in Frankfurt die Startzusage.
Voraussetzung ist natürlich, dass Ullrichs Knie den Belastungen standhält.
Damit wird das Team Telekom am 22. Mai in Füssen mit seinen beiden Stars Erik
Zabel und Jan Ullrich am Start sein. Nach seiner
langen verletzungsbedingten Pause hat sich der Merdinger gegen einen Einsatz
beim Giro d’Italia entschieden und baut bei seiner Vorbereitung auf die Tour
de France stattdessen auf die deutschen Rundfahrten. Zum idealen Einstieg
gerät dabei die Bayern Rundfahrt vom 22. bis 26. Mai, die eine ausgewogene
Mischung aus Berg- und Flachetappen bietet. Allerdings trifft Jan Ullrich bei
seiner Rückkehr auf die Radsportbühne gleich auf starke Konkurrenz. Das Team
Coast wird seine Mannschaft mit dem Zeitfahrspezialisten Alex Zülle
verstärken. Beste Voraussetzungen also für das Einzelzeitfahren in Füssen,
wobei aber auch Michael Rich (Gerolsteiner) und der zweifache Gesamtsieger
der Bayern Rundfahrt Jens Voigt (Credit Agricole) sicherlich noch in das
Geschehen eingreifen werden. Voigt hat seine Qualitäten als Zeitfahrer erst
vor kurzem beim Criterium International unterstrichen, wo er selbst für Lance
Armstrong in dessen Paradedisziplin nicht zu bezwingen war. Noch stärker als
bei den Zeitfahrern ist jedoch die Konkurrenz bei den Sprintern, die die
Bayern Rundfahrt schon seit langem als idealen Tummelplatz entdeckt haben.
Der Weltranglisten-Erste und Sieger am Henninger Turm Erik Zabel
liegt mit 11 Etappensiegen bei der Bayern Rundfahrt unbestritten in Front,
doch in diesem Jahr wird seine Position womöglich nicht so unangefochten
bleiben. Stuart O’Grady (Credit Agricole) hat da noch eine Rechnung offen.
Bei der Tour de France im vergangenen Jahr blieb für den 28-jährigen
Australier nur Platz 2 in der Wertung um das Grüne Trikot. In Bayern geht es
bei den Sprintern um das Blaue Trikot der R+V-Versicherung, das es für Erik
Zabel zu verteidigen gilt. O’Grady ist nur einer der Aspiranten, die in
dieser Wertung ganz vorne mitmischen können. Der frischgebackene Sieger der
Niedersachsen-Rundfahrt Olaf Pollack (Gerolsteiner) ist ein weiterer
Kandidat. Und auch die beiden Saeco-Fahrer Mirko Celestino und Salvatore
Commesso gehören in diese Kategorie. Celestino kann mit einem Sieg beim
Weltcup-Rennen HEW Cyclassics aufwarten. Auch die Regio Tour hat er bereits
gewonnen. In der diesjährigen Auflage von
Lüttich-Bastogne-Lüttich verfehlte er als Vierter nur knapp einen
Platz auf dem Treppchen. Sein Teamgefährte Salvatore Commesso steht bereits
als Etappensieger in den Annalen der Tour de France. Nur in Bayern hat es
bisher mit einem Etappensieg nicht geklappt, doch das könnte sich 2002
ändern. Thorsten Wilhelms (Coast), Martin Hvastija und Endrio Leoni (beide
Alessio) vervollständigen die Riege der Sprinter. Die Bayern
Rundfahrt führt mit einer Länge von 900 Kilometern von Füssen im Allgäu über
Bad Wörishofen, Gunzenhausen, Schwabach und Marktredwitz nach Neumarkt i.d.
Opf. Insgesamt nehmen 17 Mannschaften teil. Zu den Höhepunkten zählen das
Einzelzeitfahren in Füssen am 22. Mai und die Königsetappe von Schwabach nach
Marktredwitz am 25. Mai. Von der UCI
wurde die Bayern Rundfahrt im vergangenen Jahr hervorragend bewertet. Mit
96,33 von 100 möglichen Punkten nimmt die Veranstaltung unter den deutschen
Rundfahrten die Spitzenposition ein. Getragen wird
die Veranstaltung von einem Sponsorenpool, zu dem als Hauptsponsoren die
Volksbanken Raiffeisenbanken, die R+V-Versicherung, die Landesvereinigung der
Bayerischen Milchwirtschaft und FRANKEN BRUNNEN Mineralwasser gehören. Die
Veranstaltung kostet rund 420 000 Euro, die zu einem Drittel von den
Etappenstädte und zu zwei Dritteln von den Sponsoren aufgebracht werden. Für
die Rennfahrer werden 55.000 Euro Preisgelder und 17.000 Euro an Prämien
ausgeschüttet. |
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