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NEUMARKT (nd) -
Opernfreunde dürfen sich in diesem Herbst auf die "Erste Europäische
Opernakademie Neumarkt" freuen, die ab 2. September neun Tage lang auch
für Musikinteressierte ihre Tore öffnen wird. Die "Europäische Opernakademie" soll internationalen jungen
Sängerinnen und Sängern ein Forum bieten und sie auf ihrem Weg zum
Musiktheater fördern. Durch die weltweite Ausschreibung über internationale
Musikhochschulen und Universitäten werden dafür junge Sänger geworben. Die jährlich für die Sommerzeit geplante Opernakademie bildet für den
Veranstalter, das Erlanger "Opernstudio der Region Nürnberg", den
Höhepunkt der Institutionsarbeit. Das Opernstudio wurde im Herbst 1999 von
seinem künstlerischen Leiter Michael Schmidt gegründet. Diese neue professionelle
Institution bietet jungen Sängerinnen und Sängern nach dem Hochschulstudium
die Möglichkeit, große Partien auf die Bühne zu bringen und somit ein
Sprungbrett in den Beruf. Als Botschafter der Region Nürnberg wurde das Opernstudio in den
Regionalmarketingverein "Die Region Nürnberg e. V." integriert, in
dem auch der Landkreis Neumarkt vertreten ist. Das Opernstudio hat hierin die
Aufgabe, den "weichen" Standortfaktor Kultur über die Grenzen der
Region hinaus bekannt zu machen. Mit zahlreichen Projekten wie Konzerten,
konzertanten Opernabenden und ganze Opernproduktionen war das Opernstudio
schon mehrfach in den Schlagzeilen gewesen. Idealer Ort Zusammen mit Dr. Jörg Hahn von "Die Region Nürnberg"
entwickelte Michael Schmidt die Idee von einer jährlichen Opernakademie. Auf
der Suche nach einem attraktiven Veranstaltungsort sprang den Organisatoren
Neumarkt ins Auge. Hier habe man mit dem Reitstadel einen idealen
Aufführungsort und finde generell eine gute Infrastruktur vor, so der
künstlerische Leiter des Opernstudios, der zu einem Planungsgespräch im
Kulturamt nach Neumarkt gekommen war. Gegen Ende des letzten Jahres hatte er sein Konzept der Stadt
vorgelegt, die dem Projekt schon kurz darauf grünes Licht gab. Unterstützt
wird dieses außerdem vom Bayerischen Rundfunk und von den Nürnberger
Nachrichten. Das Thema der "Ersten Europäischen Opernakademie" lautet
"Die Oper - Gesang und Schauspiel". Als Dozenten konnten Anna
Reynolds für Gesang und Marsha Cox für Schauspiel gewonnen werden. Die Britin
Anna Reynolds hat als Opern-, Konzert- und Liedsängerin eine einzigartige
internationale Karriere absolviert. Nach ihrer Sängerlaufbahn widmete sie
sich ausschließlich pädagogischen Aufgaben und gibt seitdem weltweit in
Meisterkursen ihr umfangreiches Wissen an den professionellen Nachwuchs
weiter. Die Amerikanerin Marsha Cox ist durch mehrere feste Engagements als
Schauspielerin, durch den Vater, Kammersänger Jean Cox, und durch ihre
vielseitige Dozententätigkeit geprägt. Ihr Schwerpunkt liegt seit Jahren im
Gebiet der Operndarstellung. Das Besondere an diesem "Arbeitscamp"
für junge Talente wird sein, dass vom 2. bis 10. September auch
Musikinteressierte an den Proben und Workshops passiv teilnehmen und so
einmal einen Eindruck von der Arbeit eines Opernsängers gewinnen können. Mozart-Aufführung Das Opernstudio der Region Nürnberg eröffnet die Opernakademie mit
einer konzertanten Aufführung von Mozarts "Così fan tutte" im
Reitstadel. Zum Rahmenprogramm für Besucher zählt auch ein namhafter
Musikwissenschaftler, der die drei Kurswerke "Figaro", "Don
Giovanni" und "Die Zauberflöte" von der Seite der Wissenschaft
beleuchten wird. Außerdem wird das Foyer des Reitstadels mit einer Ausstellung
des Bayreuther Malers und Bühnenbildners Florian Eickelberg geschmückt. Im
Abschlusskonzert am 10. September präsentieren dann die aktiven
Kursteilnehmer das Ergebnis der ersten Opernakademie mit Szenen aus den drei
Kurswerken. Während die Anzahl der passiven Kurshörern unbegrenzt ist, sollen
höchstens 25 Gesangsstudenten als aktive Teilnehmer aufgenommen werden. Aus
diesem Grunde findet am 1. September eine Aufnahmeprüfung unter der Aufsicht
der Dozenten statt. Bei diesem Vorsingen bleibt die Öffentlichkeit jedoch
außen vor. Zwar haben sich bisher erst zehn junge Sänger - darunter sogar ein
Australier - hierfür angemeldet, doch erwartet Michael Schmidt nach Ende des
Semesters noch viele weitere Bewerbungen. In den kommenden Jahren plant er, das Kurs- und Veranstaltungsangebot der Akademie auszubauen. Ihm schwebt hierbei eine komplette Opernproduktion mit ausgewählten internationalen Künstlern vor, die dann ein Podium des kulturellen Austauschs schaffen soll. |
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