Spekulationen um eine Vergewaltigung

NEUMARKT. Die Schlagzeile in neumarktonline vom Dienstag "Vergewaltigung trübt die Volksfestbilanz" (Bericht hier) weckte schreckliche Erinnerungen an ein Verbrechen, das vor zwei Jahren an einer damals 15-jährigen im Umfeld des Rummelplatzes begangen wurde.

Seinerzeit wurden 1.800 Männer zum Speicheltest aufgefordert, mit dem sich die Ermittlungsbehörden die Überführung des Täters erhofften. Tragische Randerscheinung seinerzeit: einer der ins Fadenkreuz der Fahndung Geratenen - ein 37-Jähriger aus Freystadt - beging nach Abgabe der Probe Selbstmord. Hinterher stellte sich heraus, dass er als Täter ohnehin ausgeschieden wäre.

Auf Anfrage bei der Kriminalpolizei Regensburg, die den aktuellen Fall behandelt, ist die neuerliche Tat ganz anders zu werten. Täter und Opfer kennen sich, und weil beide Jugendliche sind, gibt sich die Ermittlungsbehörde bewußt bedeckt.

Die Tat - wenn man von einer solchen sprechen kann - wurde am zweiten Volksfestwochenende verübt. Die Voraussetzungen nach Vorliegen des 177 des StGB - Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung - müssen erst noch genau geprüft werden; möglicherweise greift lediglich der 179 - sexueller Mißbrauch widerstandsunfähiger Personen. Dies würde nach überreichlichem Alkoholgenuß zutreffen.

Noch wird aber in alle Richtungen ermittelt. "Wir sind erst am Anfang", erklärte der Pressesprecher der Kripo Regensburg. Eine Hysterie unter der Bevölkerung ist deshalb nicht angebracht. Da der geständige junge Mann die Tat anders schildert - das ihm bekannte Opfer hätte keine Gegenwehr erkennen lassen -, vertraute sich die offenbar mehr als ihr lieb war Bedrängte der Polizei an.
E.Z.


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