Markt-Sonntage: Geschäfte bleiben geöffnet

NEUMARKT. Obwohl das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass an Sonntagen die Geschäfte "dicht" bleiben müssen, hat Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement am Mittwoch bei einem Besuch in der Region Ausnahmen signalisiert. So dürfen die beliebten Marktsonntage in der Jurastadt und auch die bisherigen verkaufsoffenen Sonntage in den Städten und Marktgemeinden des Landkreises Neumarkt beibehalten bleiben, wenn die Stadt- und Gemeinderäte dies befürworten.

Der Besuch des Wirtschaftsminister Wolfgang Clement in der Region fand ein lebhaftes Medien-Interesse.
Foto: Erich Zwick
Und noch eine gute Nachricht hatte der Minister, der bei der Industrie- und Handelskammer Nürnberg seine "Politik für den Mittelstand" erläuterte - unter den Zuhörern übrigens auch namhafte Unternehmer aus der Neumarkter Region: "Hartz IV", also die Zusammenlegung der Arbeitslosen- mit der Sozialhilfe, "wird den Städten und Kreisen keine Nachteile aufbürden." Es sei ein Gesetz mit einer "Revisionsklausel" auf den Weg gebracht worden, nachdem sich Städte und Kreise nicht schlechter stellen als vor Inkrafttreten von Hartz IV.
Als nächstes wichtiges Ziel nannte der Minister gesetzliche Regelungen für Freiberufler. Diese sollten untereinander in den Wettbewerb treten können, wodurch europaweit sieben Millionen neue Arbeitsplätze entstehen könnten. "Wir haben in Deutschland schon genug Zeit verloren, damit ist jetzt Schluß."

Kritikern, die ein Anschwellen der Arbeitslosigkeit auf fünf Millionen unken, hielt er entgegen, dass wir eher nach unten die Vier-Millionen-Grenze "schrannen". Und was vor Clements Besuch in der Region schon durchgesickert war, bekräftigte er noch einmal: "Die Ausbildungsplatzabgabe ist aller Wahrscheinlichkeit nach vom Tisch."
Erich Zwick


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