Wahlerfolg ist sicherNEUMARKT. Der Stimmzettel ist satte 90 Zentimeter lang, benennt 221 Kandidaten von 23 Parteien und wir als Wähler haben gerade mal eine einzige Stimme. Und mit dieser dürfen wir am 13. Juni nicht einmal den Mann/die Frau unseres Vertrauens ankreuzen, sondern müssen uns dem Diktat der "Berufspolitiker" beugen.
Einer von den beiden könnte sich praktisch schon vor der Wahl mit dem Titel "MdEP" (Mitglied des Europäischen Parlaments) schmücken: das ist der bisherige Bundestagsabgeordnete Albert Deß aus Berngau. Er steht an fünfter Stelle auf der CSU-Liste und gilt damit als gewählt. Einen zweiten Platz belegt gar der Deiniger Landwirt Georg Strobl, der von der Bayernpartei (BP) ins Rennen geschickt wird. Um einen Erfolg muß er allerdings zittern, weil fraglich ist, ob seine nur in Bayern auftretende Gruppierung überhaupt einen Kandidaten durchbringt - und wenn, dann wäre dies der Altdorfer Unternehmer Andreas Settele aus dem Nachbarlandkreis Nürnberger Land. Auf der SPD-Liste sucht man vergeblich nach einem Oberpfälzer Kandidaten unter den ausgedruckten ersten zehn; ja nicht einmal ein Nordbayer ist darunter. "Bayern-abstinent" geben sich auch die Grünen und die Freien Demokraten. Sie mögen sich damit trösten, dass sie am 13. Juni keine langen Gesichter zu machen brauchen; Albert Deß kann indessen schon einmal den Sekt kalt stellen. ERICH ZWICK
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