Lese-Ratten werden zur Kasse gebeten

NEUMARKT. Die Neumarkter Lese-Ratten werden ab Juli für das Ausleihen von Büchern in der Stadtbibliothek moderat zur Kasse gebeten.

Die CSU-Fraktion schlug eine Zwölf-Monats-Pauschale von 12 Euro für eine beliebige Anzahl von ausgeliehenen Büchern vor und setzte sie (zusammen mit Teilen der UPW) in der Stadtratssitzung am Dienstag gegen die Stimmen von SPD, Flitz und Grünen durch. Kinder und Jugendliche zahlen auch weiterhin nichts.

Teuerer soll es aber für die Klientel des "Non-Book-Bereichs" werden - das sind CD, CD-Rom, DVD oder Videokassetten. Hier sollen je Medium ein Euro (Videokassetten: 0,50 Euro) verlangt werden. Dieser Bereich umfaßt übrigens bereits ein Drittel aller Ausleihungen, sagte CSU-Stadtrat Ferdinand Ernst.

In Anspielung auf den Namen seines Vorredners sagte Flitz-Sprecher Hans-Walter Kopp: "Der Ernst-Fall ist eingetreten". Er betrachtete die Erhebung von Ausleihgebühren als einen Rückschritt. Ein Besucher-Rückgang sei genauso vorprogrammiert wie die Entstehung eines bürokratischen Wasserkopfes. Die Fraktionsgemeinschaft Flitz/Grüne hatte beantragt, keine Gebühren zu erheben.

Gertrud Heßlinger erneuerte noch einmal die SPD-Position, sich strikt gegen Ausleihgebühren bei der Stadtbibliothek auszusprechen. Einsparen könne man viel eher und viel mehr bei einigen Bauprojekten in Neumarkt, bei denen man nicht unbedingt "vom Feinsten" bauen müssen, sondern "vom Feinen" auch ausreiche.

Übrigens wird es neben der Jahres-Pauschale auch eine Schnupper-Gebühr geben: Für drei Euro wird man einen Monat lang Bücher ausleihen können.

Die Zahl der pro Besuch ausgeliehenen Bücher wird auf fünf, die der anderen Medien auf zwei Stück begrenzt

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