Grünfläche am Unteren Tor ?

NEUMARKT. Die Brache am Unteren Tor soll begrünt, der Bauzaun entfernt werden. Mit diesem nur scheinbar harmlos-unschuldigen Antrag trat die UPW am Dienstag an den Stadtrat heran.

Zur Zeit wisse ja niemand, wie lange der "augenblickliche rechtliche Schwebezustand" andauert, hieß es in der Antragsbegründung . Und die Stadt solle schließlich vorbildhaft zeigen, wie man brachliegende Grundstücke pflegt.

Der Antrag wurde überraschend knapp mit 20:16 Stimmen abgelehnt.

Erwartungsgemäß sorgte das Reizwort "Unteres Tor" natürlich sofort für hitzige Diskussionen. "Vielleicht dürfen wir das rechtlich gar nicht", sagte Grünen-Stadtrat Johann Gloßner, der aber dem Antrag unbedingt zustimmen wollte.

"Der UPW-Antrag in Ehren" - sagte Bürgermeister Arnold Graf. Der Platz werde aber als Parkplatz gut angenommen und auch gebraucht.

Zum Thema paßte der während der Sitzung angekündigte SPD-Antrag, endlich den über ein Jahr alten Stadtratsbeschluß zu vollziehen und die "Unteres-Tor-Verträge" mit dem Investor Krause aufzuheben - auch wenn dies "wohl nicht ohne finanzielle Belastung für die Stadt gehen wird", wie SPD-Stadträtin Ursula Plankermann sagte.

Helmut Lahner (CSU) sagte, daß sich die CSU-Fraktion viele Gedanken über die Zukunft des Unteren Tores gemacht habe. Er kündigte an, daß hier "in nächster Zeit" etwas geschehen wird.

Flitz-Sprecher Madeisky warnte vor der Legenden-Bildung, die in Neumarkt wieder einmal Urstände feiere. "Nicht wir sind schuld daran, daß diese Situation am Unteren Tor entstanden ist". Diejenigen, die jetzt Sündenböcke nennen, sollten an ihre eigenen Zinken fassen.

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