Geheimniskrämerei um "Donau-Moldau-Bahn"?NEUMARKT/PILSEN. "Die Bahnstrecke Nürnberg - Marktredwitz - Eger - Prag als einziger bedeutender Schienenkorridor zwischen Bayern und Tschechien ist nicht ausreichend." Zu diesem Ergebnis kamen Bayerns Verkehrsstaatssekretär Hans Spitzner und der tschechische Vize-Verkehrsminister Vojtech Kocourek bei einer Unterredung in Pilsen.Beide Politiker beschlossen deshalb, dass sich die bayerisch-tschechische Arbeitsgruppe zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs damit befassen wird, wie man den zweiten Korridor von Regensburg über Schwandorf - Furth im Wald - und Pilsen nach Prag langfristig aufwerten kann. Die Arbeitsgruppe "brütet" bereits seit Ende 2001 über einer Problemlösung. Da sich auch der Güterverkehr bis zum Jahre 2015 nach einer Untersuchung des Münchner ifo-Instituts verdoppeln bis vervierfachen wird, muß die Infrastruktur in der östlichen Oberpfalz verbessert werden. Insgesamt seien die Zentralregierungen in Berlin und Prag laut Spitzner gefordert, die Schienen-Infrastruktur im Grenzgebiet durch Neu- und Ausbaumaßnahmen zu verbessern. Die Konzeption für eine "Donau-Moldau-Bahn" biete sich als Teil eines künftigen europäischen Schienennetzes geradezu an. Eine "Machbarkeitsstudie" zu diesem neuen Projekt befinde sich derzeit im "Endstadium". Über deren geheimnisvollen Streckenverlauf - möglicherweise von Regensburg über Neumarkt - Nürnberg - Marktredwitz - Eger - Prag - wurde nichts bekannt. E.Z.
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