Widerstand gegen Gegen-Mais

NEUMARKT. Der Anbau von genverändertem Mais auf staatlichen Grundstücken in Bayern stößt auf harsche Kritik des Neumarkter ÖDP-Kreisverbandes. Dagegen zollt die ödp den Bauern in Bayern Respekt und Anerkennung, weil sie sich an diesem Erprobungsanbau nicht beteiligen. Im Landkreis Neumarkt beginnen sich die Bauernverbandsortsgruppen dankenswerterweise gegen den Genpflanzenanbau zu organisieren, heißt es in einer ödp-Presse-Mitteilung.

In einem Schreiben an Staatssekretär Hans Spitzner (CSU) fordert ödp-Kreisvorsitzender Josef Neumeyer um Aufklärung über das genaue Ausmaß des Anbaus und die Frage nach der Haftung für mögliche Schäden: "Es kann auf jeden Fall nicht angehen, dass der Freistaat und somit die Steuerzahler für etwaige Schäden aufkommen müssen" fordert der ödp-Kreisvorsitzende. Während einerseits dadurch die Gewinne privatisiert würden, müssten die Risiken und Lasten die Allgemeinheit tragen.

Vor dem Hintergrund, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung die Gentechnik im landwirtschafltichen Bereich ablehne, findet es die ödp "äußerst seltsam, dass sich die bayerische Staatsregierung und zugleich die CSU "wieder einmal zum Erfüllungsgehilfen der Gen-Lobby" mache. Die Aussage des bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller, wonach die Staatsregierung nur einer Forderung der EU nachkomme, ist für Josef Neumeyer ebenfalls nicht nachvollziehbar, weil "gerade die CSU wegen jeder Kleinigkeit gegen die EU" wettere: "Diese Haltung der CSU ist ein Verrat an den freistaatlichen Prinzipien Bayerns".

Im Zusammenhang des Erprobungsanbaues weist die ödp ausdrücklich darauf hin, dass von der Regierung in England in Auftrag gegebene Studien die Auskreuzungsgefahr bestätigten. In einem Einzelfall konnte eine Einkreuzung sogar noch in 650 Meter Entfernung gemessen werden.

Dagegen spricht die ödp den Bauern und des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) "Anerkennung und Respekt" für ihre weiterhin ablehnende Haltung gegenüber dem Erprobungsanbau aus.

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