Sechs Lehrlinge

NEUMARKT. Die Stadtwerke sind eindeutig Klassenprimus bei den städtischen Einrichtungen, wenn es um das Angebot von Lehrstellen geht: Sechs junge Leute erlernen dort zur Zeit ihre Berufe. Im Bauhof wird ein Kraftfahrzeug-"Mechatroniker" ausgebildet und bei den Stadtgärnern soll im September ein Zierpflanzenbau-Lehrling anfangen.

Warum es im Rathaus selbst keine "echten" Lehrlinge gibt, versuchte Oberbürgermeister Alois Karl am Montag in einem Presse-Gespräch zu erklären: "Wir wollen den jungen Leuten nichts vorgaukeln!" Eine Lehre im Rathaus sei leider nur eine "Schmalspur-Ausbildung", mit der man bei einem Job-Wechsel nicht allzu viel anfangen kann. Deshalb bevorzuge man es im Rathaus, junge Leute mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum Beispiel als Rechtsanwaltsgehilfin oder aus einer Steuerkanzlei in Lehrgängen zur Verwaltungsfachangestellten weiterzubilden.

Trotzdem sei die Stadt sehr aktiv, wenn es um die berufliche Förderung von Jugendlichen gehe, erklärte Karl: er nannte die berufsbezogene Hilfe durch den Arbeitsmarktfonds der Bayerischen Staatsregierung, an der sich Stadt und Landkreis mit jeweils 52 000 Euro beteiligen. Hier nahmen bisher 84 junge Leute teil, die dauerhaft in die Arbeits- und Berufswelt integriert werden sollten - mit großem Erfolg übrigens.

Das Jugendbüro beschäftigt eine Praktikantin im Berufsanerkennungsjahr und zwei Jahrespraktikantinnen über FOS. Bauhof und Gärtnerei stellen jährlich etwa 30 Ferienarbeiter an, die Stadtbibliothek noch einmal acht. In der Stadtbibiliothek hat zudem eine weitere Jahrespraktikantin die Möglichkeit, ins Berufsleben hineinzuschnuppern.

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