S-Bahn nach Neumarkt 20 Prozent teurer

Zur "Jungfernfahrt" der S 3 gab's an jeder Station eine Überraschung für die Fahrgäste. Ob es 2008 in Neumarkt genau so opulent zugeht - oder ist bis dorthin kein Geld mehr da?
Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. Eine gute und eine schlechte Nachricht über die geplante S-Bahn nach Neumarkt: Die schlechte zuerst: Das Projekt verteuert sich um 20 Prozent; und nun die gute: gebaut wird trotzdem!

Das versicherte am Donnerstag Verkehrsstaatssekretär Hans Spitzner in München. "Trotz höherem Investitionsbedarf bleibt die S-Bahn von Nürnberg nach Neumarkt förderwürdig", unterstrich der Neumarkter Abgeordnete. Nach neuesten Berechnungen kostet die geplante Nahverkehrsmaßnahme nunmehr 54,3 Millionen Euro. Bisher war man von 45,5 Millionen ausgegangen.

Bald sind es drei Jahre her, dass die letzte der bislang drei S-Bahnlinien eröffnet wurde. Noch mal vier wird's dauern, bis Neumarkt angesteuert wird.
Die Verteuerung hat sich bei einer Nachkalkulation durch das Ingenieurbüro Intra ergeben. Sie rührt von der "allgemeinen Preissteigerung" her, und gleichzeitig waren die ersten Schätzungen zu optimistisch und hätten, so der Staatssekretär "von Anfang an viel Ärger, Kosten und Zeit ersparen können".

Trotz der Verteuerung wollen der Freistaat, der die Maßnahme zu hundert Prozent fördert, und die Deutsche Bahn AG an der Strecke festhalten und im Jahre 2007 mit dem Bau beginnen. Ein Jahr später soll bereits der Betrieb aufgenommen werden.

Spitzner bekräftigte, dass der Freistaat dem Ausbau des S-Bahn-Systems im Großraum Nürnberg außerordentliche Bedeutung beimißt. "Unser Ziel ist es, das öffentliche Nahverkehrssystem im Großraum Nürnberg noch attraktiver zu machen und damit die Qualität Nordbayerns als bedeutender Wirtschaftsstandort zu erhöhen."
E.Z


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