Hundeleben wie im Paradies

Nicht nur vor Pater Kern geht der spanische Galgo auf die Knie, sondern auch die Hundesteuer lastet auf ihn.
Foto: Zwick
NEUMARKT. "Hier bin ich Hund, hier darf ich´s sein." Dieser Stoßseufzer - frei aus Goethes "Faust" - würde wohl so manchem Vierbeiner entfahren, wenn er wüßte, wie steuerlich günstig ihre Frauchen und Herrchen mit ihnen wegkommen. In Neumarkt ist nämlich die Hundesteuer, die andernorts für Aufregung und Furore sorgt, ziemlich moderat. Gerade mal 25 Euro verlangt die Stadt für ein "Zamperl" an Steuern: paradiesische Zustände!

Ziemlich kaltschnäuzig langen dagegen die Stadtväter (auch einige "Mütter" sind darunter) in Nürnberg hin. Dort verursacht ein "Bellerer", ganz gleich ob reinrassig oder Promenadenmischung, ab 1. Januar 2005 stolze 132 Euro an Steuern. Damit ist das nahe Nürnberg die absolute (Negativ-)Spitze in Bayern. Bundesweit ist selbst Berlin mit 120 Euro im Jahr "gnädiger", während Köln die Steuer mit 141 Euro noch verbissener sieht.

Mit diesem Beitrag wollen wir in Neumarkt keinesfalls "schlafende Hunde" wecken, sondern eher ein Lob mit den Vierbeinern anstimmen. Nicht verschwiegen werden soll allerdings, dass ein Zweithund 40 Euro an Steuern verursacht und für einen Kampfhund gar das Achtfache zu berappen wäre. Aber diese 200 Euro stehen nur auf dem Papier; denn die Kampfhundehaltung ist - wie das städtische Steueramt versichert - in Neumarkt ohnehin nicht erlaubt.
E.Z.


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