Freiwilligenzentrum für Neumarkt
NEUMARKT.
Am Dienstag, 30. März, um 19 Uhr veranstaltet die Stadt Neumarkt im Johanneszentrum eine Informationsveranstaltung zum Thema "Ein Freiwilligenzentrum für unsere Stadt".
Der Impuls für die Durchführung der Veranstaltung war der einstimmige Beschluss des Stadtrates, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich mit dem Thema auseinander setzen soll. Dieser Arbeitskreis wird an dem Abend neu gebildet.
Eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe des Stadtrates hat sich bereits mit der Sammlung von Informationen zu der Arbeitsweise von Freiwilligenagenturen beschäftigt. Diese Arbeitsgruppe hat die Veranstaltung auch entsprechend vorbereitet. Im Vordergrund dabei steht die Diskussion mit den Verbänden, Vereinen und Bürgern, wie ein Freiwilligenzentrum in Neumarkt gestaltet sein könnte.
Für den Abend konnten zwei kompetente Referenten gewonnen werden. Wolfgang Krell, Geschäftsführer des Freiwilligenzentrums Augsburg und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Bayern berichtet über die Freiwilligenzentralen als Schlüsselstellen für die Förderung des Bürgerengagements in der Kommune. Uschi Erb, Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur in Ingolstadt stellt die Arbeitsschwerpunkte anhand von Beispielen aus der Praxis vor.
Die Moderation des Abends übernimmt Ralf Mützel von der Stabsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Neumarkt.
Mittlerweile gibt es etwa 200 Freiwilligenagenturen im gesamten Bundesgebiet. Diese Einrichtungen arbeiten sehr erfolgreich. Sie nehmen Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren möchten, in eine Kartei auf und vermitteln diese ihren Neigungen entsprechend an Organisationen und Vereine. Dabei entscheiden die Freiwilligen selbst, wieviel Zeit sie einbringen möchten und können. Die Freiwilligenagenturen beraten dabei die Freiwilligen und Ehrenamtlichen individuell. Darüber hinaus können auch eigene Projekte, z.B. im Rahmen der Lokalen Agenda 21 durchgeführt werden.
Freiwilligenagenturen sind als Ergänzung und Unterstützung zu sehen, um das bürgerschaftliche Engagement in der Kommune zu fördern. Organisationen und Vereine profitieren von einer gezielten Vermittlung von freiwilligen Helfern. Denn aktuelle Studien belegen, dass Bürgerinnen und Bürger nach wie vor gerne bereit sind, freiwillige Leistungen zu erbringen. Allerdings wollen sie den Umfang des freiwilligen Einsatzes genau einschätzen können. Vor allem junge Leute möchten sich eher für die Dauer der Umsetzung eines bestimmten Projektes engagieren, anstatt sich dauerhaft für einen ehrenamtlichen Posten zu entscheiden.
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