Rollende Zeitbombe
NEUMARKT. Bei einer mobilen Kontrolle des Schwerlastverkehrs durch die Polizei am Mittwoch bei Parsberg wurden an allen der drei kontrollierten Lastwagen erhebliche Mängel festgestellt; zwei fahrzeuge mußten sogar sichergestellt werden !
Ein deutscher Lkw mit Hänger war mit zehn Tonnen brennbarer Flüssigkeit,
brennbaren festen Stoffen, giftigen flüssigen Stoffen, Säuren und
umweltgefährdenden flüssigen Stoffen beladen, ohne dass die Ladung gesichert
war.
Ein Sack mit brennbaren Stoffen war aufgerissen, so dass Gefahrgut
austrat. Der Fahrer selbst war nicht ausreichend auf das Gefahrgut
hingewiesen worden. Er hatte bis zum Kontrollzeitpunkt keine Ahnung, welche
brisante Fracht er transportierte und hatte auch keine Unfallmerkblätter
dabei. Zehn Kanister mit Säure waren ungenügend gekennzeichnet.
Zu allem
Überfluss stellte sich auch noch heraus, dass die Anhängerkupplung und die
Zugöse des Gespanns verschlissen waren. Außerdem war die Zuggabellagerung
verschlissen und ausgeschlagen. Dadurch hätte die Gefahr bestanden, dass der
Hänger während der Fahrt abreißt und sich selbständig macht. Diese
gravierenden Mängel waren auch dem Fahrzeughalter bekannt. Der Transport
wurde sichergestellt und in eine Werkstatt zur Reparatur abgeschleppt.
Bereits am letzten Samstag wurde ein niederländischer Lkw kontrolliert,
dessen Fahrer in den vergangenen drei Tagen in erheblichem Umfang die
Lenkzeit überschritt und die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht einhielt.
Eine Auswertung ergab eine Lenkzeit von 30 Stunden ohne eine ausreichende
Pause. Diese wurde dem Fahrer dann von den Beamten "verordnet."
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