Sonderpreis "Lokale Agenda 21" vergeben

NEUMARKT. In diesem Jahr gab es eine Neuerung im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend forscht". Erstmalig wurde im Regionalwettbewerb ein Sonderpreis zur Lokalen Agenda 21 vergeben. Die Initiative entstand durch den Agenda 21-Prozess der Stadt Neumarkt und wurde in Kooperation mit dem Patenbetrieb für Jugend forscht, der Pfleiderer AG sowie der Wettbewerbsleitung im Ostendorfer Gymnasium umgesetzt.

Der Sonderpreis zur Lokalen Agenda 21 soll Arbeiten auszeichnen, die dadurch hervorstechen, dass sie einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung leisten. Nachhaltige Entwicklung heißt z.B. schonend mit Ressourcen umzugehen, das soziale Miteinander zu verbessern sowie Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.

Der Sonderpreis "Lokale Agenda 21" im Rahmen von Jugend forscht 2004 geht erstmals an Katja Vogel vom Erasmus-Gymnasium in Amberg mit ihrer Arbeit "GIS-gestützte Untersuchung der Versorgung des Amberger Stadtgebietes durch öffentliche Busunternehmen".

In der Begründung der Jury heißt es "Die Arbeit beinhaltet eine gründliche Erfassung des vorhandenen Bussystems sowie konkrete Verbesserungsvorschläge. Ziel ist es, den ÖPNV aufgrund der Untersuchungsergebnisse attraktiver zu gestalten, d.h. Anbindungs-, Knotenpunkte und die Erreichbarkeit von Bushaltestellen zu optimieren und dadurch mehr Menschen dazu zu bewegen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Dadurch wird eine Reduzierung des Individualverkehrs und somit die Verringerung von Schadstoffausstößen und Klimagasen erreicht."

Der Sonderpreis ist bewusst nicht als Sachpreis angelegt, sondern wurde im Sinne der Agenda 21 so ausgewählt, dass der Erlebnis- und Lerneffekt in einem Team im Vordergrund steht. Es wurde ein Gutschein für die Teilnahme an einer Wochenendveranstaltung eines Jugendverbandes vergeben. Der Preis wird vom Patenbetrieb Pfleiderer AG gesponsert.

Die Lokale Agenda 21 ist ein Lernprozess. Deshalb sei es wichtig, dass bei den jungen Menschen begonnen wird. Der Wettbewerb Jugend forscht bietet eine sehr gute Plattform hierfür, weil Schüler und Auszubildende praxisorientierte Innovationen hervorbringen und die Verknüpfung mit dem Nachhaltigkeitsgedanken große Chancen beinhalten.

Es sei wünschenswert, dass immer mehr Schüler sowie Auszubildende das spannende Thema "Nachhaltigkeit" entdecken und z.B. im Rahmen von "Jugend forscht" umsetzen. Ziel ist es, den Sonderpreis zur Lokalen Agenda 21 im Regionalwettbewerb zu etablieren und als Anregung auch an andere Regionen weiter zu geben.

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