"Mini- Jobs - Maxi Chance?"

NEUMARKT. Zum Thema "Mini- Jobs - Maxi Chance?" findet im März in Neumarkt eine Veranstaltungsreihe mit Foto-Ausstellung, Podiumsdiskussion und einem Service-Tag für Frauen statt. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag stellten Landrat Löhner und die Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt, Ingeborg Tursch, zusammen mit Vertretern der mitwirkenden Organisationen das Programm vor. Mit dabei sind das Arbeitsamt (jetzt "Agentur für Arbeit"), Geschäftsstelle Neumarkt, das CJD Neumarkt, der KAB Kreisverband Neumarkt, das Katholische Kreisbildungswerk Neumarkt, das Evangelische Bildungswerk Neumarkt und der VdK Kreisverband Neumarkt.

Seit dem 1.4.2003 wurde im Rahmen der sogenannten Hartz-Gesetze die steuer- und sozialversicherungsrechtliche Behandlung von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen (400-Euro-Jobs) völlig neu geregelt. Brisanz erfuhr das Thema "Mini-Jobs" im Januar 2004, als von einer Kriminalisierung von Haushaltshilfen die Rede war und die Bundesregierung mit Bußgeldern bis 50.000 Euro gedroht hat, wenn man Haushaltshilfen nicht melden würde. Finanzminister Hans Eichel erhofft sich durch die Meldung von Mini-Jobs bei der seitdem eingerichteten Mini-Job-Zentrale in Essen erhebliche Mehreinnahmen.

Die Veranstaltungsgemeinschaft möchte in erster Linie Mini-Jobberinnen und Mini-Jobber aber auch Wirtschaft, Handel und Handwerk von den geplanten Neuregelungen in Kenntnis setzen:

Gestartet wird die geplante Veranstaltungsreihe mit der Eröffnung der Fotoausstellung "Kinder, Küche, wenig Kohle" am Montag, 8. März, um 19.30 Uhr im Foyer des Landratsamtes - musikalisch umrahmt von Lizzy Aumeier (Ausstellungsdauer bis einschließlich 18. März 2004)

Am internationalen Frauentag werden anhand dieser Fotoausstellung Dokumente von Lebens- und Arbeitssituationen von Frauen im Foyer des Landratsamtes präsentiert. Die Ausstellung umfasst 42 Fotographien aus einem im Jahr 2000 ausgeschriebenen Fotowettbewerb "Frauen am Arbeitsplatz".

Frauen haben vielfältige Arbeitsplätze. Sie werden in den verschiedensten Bereichen tätig:
  • Erwerbsarbeit ( bezahlte Arbeit)
  • Hausarbeit
  • Sorgearbeit (Kindererziehung, Pflege, Ehrenämter etc.)
Frauen sind häufig erwerbslos aber nie arbeitslos.
Dies hat vor allem Auswirkungen auf die finanzielle Absicherung von Frauen
  • durchschnittlich niedrigere Löhne
  • niedrigere Renten
  • weniger Arbeitslosengeld als Männer
aufgrund Teilzeitbeschäftigung und Unterbrechung der Erwerbstätigkeit und häufiger finanzieller Abhängigkeit von Partnern.

Im Anschluss, um 20 Uhr, klärt Mini-Job-Expertin Ursula Lauer von der Mini-Job -Zentrale der Bundesknappschaft in Essen alle Interessierten über die neu geltenden Regelungen auf und informiert umfassend über das Thema Mini-Jobs anhand einer Powerpoint-Präsentation. Dies findet im Saal des Landratsamtes statt. Selbstverständlich stehen allen Besuchern Infobroschüren zum Thema zur Verfügung.

Die Expertin informiert ferner über die neuen Arbeitsplätze in privaten Haushalten. Durch die Strafandrohung für nicht angemeldete Putzhilfen gehen laut Auskünften einer Sprecherin der Bundesknappschaft täglich ca. 20.000 Anrufe von verunsicherten und verängstigten privaten Arbeitgebern ein.
Vielen Familien, Singles, Alleinerziehenden oder älteren Menschen fehlt die Zeit, anfallende Hausarbeiten zu erledigen. Hier könnte eine Haushaltshilfe Entlastung bringen.

Podiumsdiskussion zum Thema "Mini-Job - Maxi Chance?" findet am Montag, 15.März, um 19.30 Uhr im Saal des Landratsamtes statt Unter der Leitung des Moderators und Redakteurs der Neumarkter Nachrichten, Hauke Höpcke, diskutiert eine Expertenrunde über das Thema Mini-Jobs in der Praxis Folgende Schwerpunkte sollen in einer Pro und Contra - Diskussion abgewogen werden:
  • arbeitsrechtliche Auflagen
  • steuerliche Richtlinien
  • Vermittlung von Mini-Jobs
  • Stellenwert geringfügiger Beschäftigungen
  • Auswirkungen auf die Rente
  • Wirtschaftliche Folgewirkungen
Viele Leute nutzen den Mini-Job als Chance, zum Beispiel als zusätzlichen Nebenerwerb. Minijobber sind vor allem Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, Rentner Schüler und Studenten.
  • Wie viel Mini-Jobs dürfen nebenbei ausgeübt werden?
  • Bleiben am Ende 400 Euro übrig?
  • Was steht auf den Lohnzettel?
  • Welchen Urlaubsanspruch hat ein Mini-Jobber / in?
Und viele des Weiteren auftretende Fragen können bestimmt beantwortet werden.

Eine interessante Schlussveranstaltung findet am Samstag, 20.März, von 14 bis 17 Uhr im Com IN, Hofplan 11, statt. Beim Servicetag für Frauen geht es " Rund um die Bewerbung"

In gemütlichem Ambiente bei Kaffee und Kuchen können sich Frauen und Mädchen rund um die Bewerbung informieren. Sie haben zum einen die Möglichkeit, ihre ganz persönliche Bewerbung zu erstellen (Foto, Ausdruck etc.) und zum anderen können sie sich bei Vertretern des Arbeitsamtes, bei Personalchefs Informationen einholen, was von einer Bewerberin erwartet wird. (Unterlagen, Bewerbungsgespräch, Auftreten etc.)

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