Solar-Kollektor am Kirchturm ?
NEUMARKT. Beim Solarkreis Neumarkt spricht beim Monatsvortrag
am Donnerstag um 20 Uhr im Johanniszentrum der Umweltmanagement-Beauftragte der Diözese Eichstätt, Markus Schweizer. Das Kreisbildungswerk Neumarkt fungiert als Co-Veranstalter.
Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.
Der Solarkreis hat sich dieses Thema vorgenommen,
da die Kirche viele Immobilien hat und einen großen Wirtschaftsbetrieb darstellt.
"Wir wollen", so Vorsitzender Neumeyer,
"an diesem Abend in Vortrag und Diskussion
ein professionelles Umweltmanagementsystem kennenlernen
und die Ziele des kirchlichen Umweltmanagements mit unseren Zielen vergleichen" - der Umstieg auf regenerative Energie und Resourcenschonung.
Durch eine öffentliche Diskussion wolle man die Umsetzung des Umweltmanagements fördern.
Bis jetzt sei beim Solarkreis oft der Eindruck entstanden, daß kirchliche Einrichtungen hier die Zeit etwas verschlafen haben und mehr dem "Freundeskreis von Glas und Beton" zuzuordnen sind - so zum Beispiel das Jugendhaus Habsberg.
Einrichtungen wie z.B. Pfarrzentren und Altenheime wären ideal für den Einbau von Solarkollektoren und Blockheizkraftwerken oder Hackschnitzelheizungen.
Leider seien für Aussenstehende die verantwortlichen Entscheider oft in einer großen Bürokratie versteckt.Deshalb freue man sich, am Donnerstag einen konstruktiv-kritisch Einblick zu gewinnen, hieß es vom Solarkreis.
Seit etwa zwei Jahren engagiert sich die Diözese Eichstätt beim Aufbau von Umweltmanagementsystemen in kirchlichen Einrichtungen und Pfarrgemeinden.
Inzwischen tragen bereits die ersten Einrichtungen das EMAS-Siegel.
Das "Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)" der Europäischen Union ist ein
ökologisches Organisations- und Kontroll-Verfahren und damit ein Werkzeug
für Unternehmen und andere Organisationen, um den Bezug zur Umwelt
festzustellen, zu überprüfen und zu verbessern.
Markus Schweizer, stellt das Projekt kirchliches Umweltmanagement vor, berichtet von den Erfahrungen und stellt die weiteren Perspektiven des Umweltmanagements zur Diskussion.
Langfristiges Ziel sei es, im Bistum Eichstätt alle
Pfarrgemeinden und entsprechende kirchliche Einrichtungen für das
Umweltmanagement zu gewinnen, so Schweizer.
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