Wie viele Alternativen noch?NEUMARKT. In einem Gastkommentar geht Stadt-Pressesprecher Dr. Franz Janka auf die Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Wasserentnahme aus dem Hallerbrunnen und die öffentlich geäußerte Freude der Fraktionsgemeinschaft Flitz/Grüne (wir berichteten hier) ein:Es ist schon paradox: Die seit den 80er Jahren laufenden Bemühungen der Stadt um die Sicherung der Wasserversorgung erleben eine weitere Verzögerung und Stadträte der Fraktionsgemeinschaft FraGe aus Neumarkt freuen sich darüber. Da stellt sich mancher schon die Frage: Wessen Interessen vertreten die FraGe-Stadträte eigentlich? Schließlich sind sie auch in der Vergangenheit wiederholt mit ihren Äußerungen und durch ihr ablehnendes Verhalten gegen die Neumarkter Interessen aufgetreten. So leugnen sie nach wie vor die Tatsache, dass die Stadt die Alternative Hallerbrunnen nicht aus Kurzsichtigkeit oder weil sie die teuerste Variante ist, gewählt hat. Vielmehr ist die geplante Entnahme aus dem Hallerbrunnen diejenige unter den 17 geprüften Möglichkeiten, die von den Fachleuten als beste angesehen wurde. Viele der anderen Alternativen kommen mangels entsprechender Wasserqualität oder -menge gar nicht in Betracht. Auch der von den FraGe-Mitgliedern immer wieder geforderte sparsame Umgang mit Wasser ist in Neumarkt längst gegeben. Seit über zehn Jahren ist beim Wasserverbrauch eine fallende Tendenz zu verzeichnen und Neumarkt liegt mit seinem Wasserverbrauch unter dem westdeutschen Durchschnitt. Trotzdem plädieren die FraGe-Mitglieder wiederholt dafür, statt einer richtigen Alternative eines zweiten Standbeins auf sparsamen Umgang zu setzen. Dies ist jedoch keine nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung, wie sie mit dem Hallerbrunnen angestrebt wird. Es wäre dagegen hilfreicher, wenn die FraGe die seit vielen Jahren laufenden Bemühungen der Stadt unterstützen würden. Als geradezu schädlich ist die Aussage anzusehen, dass es doch wohl besser sei, "im Land zu bleiben und uns auf diesem Weg redlich mit Wasser zu versorgen." Schließlich sind auch hier alle Alternativen geprüft und als nicht machbar von den Fachleuten angesehen worden. Im übrigen sollten sich die Vertreter der FraGe einmal ansehen, woher welche Städte ihr Wasser beziehen. Dabei sind Entfernungen von 60 oder mehr Kilometern keine Seltenheit. Das Ansinnen Neumarkts in der nächsten Umgebung ein zweites Standbein der Wasserversorgung zu finden, ist also ein weit verbreiteter Vorgang und dort unerlässlich, wo eigene Vorhaben fehlen. Auch den von FraGe angemahnten Wasserschutz der Miss hat die Stadt in den letzten Jahren deutlich vorangebracht und ein Wasserschutzgebiet eingerichtet, das hinsichtlich Kontrolle und Pflege bayernweit als Modell für ein Stadtgebiet gilt. Aber auch diese Tatsache wird von den FraGe-Vertretern geleugnet. Dagegen versuchen sie es so darzustellen, als ob Neumarkt hier nichts unternehmen würde und deshalb auf den Hallerbrunnen zugreifen müsste. Damit aber schädigt man Neumarkt und seine berechtigten Interessen. Schließlich ist es nichts Ungewöhnliches oder Ungebührliches, im Umkreis vorhandene Wasserquellen zu nutzen. Dies wird vielfach praktiziert, jedoch im Fall Neumarkt zum Politikum erhoben. Dass dabei die Mitglieder der FraGe die Bemühungen der Stadt um eine allen Betroffenen im Lauterachtal entgegenkommende Lösung torpedieren, wirft für so manchen in der Stadt die Frage auf: Wessen Interessen vertreten die FraGe-Mitglieder im Neumarkter Stadtrat eigentlich? Erstellt am
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