Umzug nach Brüssel
NEUMARKT. Der Neumarkter Bundestagsabgeordnete Albert Deß wird im Sommer von Berlin nach Brüssel wechseln. Auch wenn natürlich die Wähler über den Arbeitsplatz des Abgeordneten aus Röckersbühl abstimmen, gilt der Wechsel als sicher, nachdem Deß auf einen "todsicheren" fünften Listenplatz für die Europawahl kam.
Mit dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Ingo Friedrich als Spitzenkandidat zieht die CSU in den Europawahlkampf. Auf Platz zwei wählten die Delegierten am Samstag in München die 40-jährige Europaabgeordnete und Münchner Rechtsanwältin Angelika Niebler, gefolgt von Markus Ferber und Anja Weißgerber. Dann folgt schon der Neumarkter Bundestagsabgeordnete Albert Deß.
In der CSU rechnet man mit zwölf Eurpaabgeordneten, die über die Listen ins Parlament gebracht werden können. Der 5. Platz von Deß gilt damit als hundertprozentig sicher.
Nach Worten von Generalsekretär Markus Söder will die CSU bei der Europawahl „50 Prozent plus X“ und zehn Mandate erringen. Dass für die ersten elf Plätze der Liste keine Gegenkandidaten antraten, sei der Beweis für die „absolut geschlossene Kraft“ der CSU, sagte Söder.
Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hat die Bürger aufgefordert, die Europawahl am 13. Juni zu einer Protestwahl gegen die Bundesregierung zu machen. Notwendig sei ein „Signal an Berlin“, betonte Stoiber bei der Delegiertenversammlung zur Aufstellung der CSU-Liste zur Europawahl. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sei gescheitert. Mit jeder verlorenen Wahl für die SPD komme Deutschland dem Ende der rot-grünen Bundesregierung näher.
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