Spannende Woche

NEUMARKT. In dieser Woche geht der Architektenwettbewerb zur Stadthalle in Neumarkt in die entscheidende Phase.

Im Oktober 2003 hatte das Preisgericht aus den von 468 Architektenbüros eingereichten Entwürfen 46 ausgewählt. Diese Büros hatten bis Dezember 2003 Zeit, genauere Entwürfe und je ein Modell zu erstellen. Oberbürgermeister Alois Karl erwartet eine spannende Sitzung des Preisgerichts am Donnerstag und Freitag. "Ich bin schon ein wenig gespannt auf die verfeinerten Entwürfe. Wir werden dabei bestimmt keine leichte Aufgabe bei der Auswahl haben, aber ich bin mir sicher, dass wir bis Freitag Abend zu guten Ergebnissen für unsere Stadt kommen werden. Bereits am Samstag wollen wir dann die interessierten Neumarkter in einer Bürgerversammlung über die Ergebnisse informieren und anschließend in einer Ausstellung alle Entwürfe präsentieren."

Am 12.5.2003 hatte die Stadt Neumarkt den Realisierungswettbewerb für die Stadthalle bekannt gemacht. Ab 4.6.2003 wurden dann die Unterlagen für den Wettbewerb an die interessierten Architektenbüros ausgegeben. 808 Büros hatten die Unterlagen angefordert, 468 davon hatten zum Wettbewerb Planentwürfe im Maßstab 1:500 eingereicht. Im ersten Durchgang des Verfahrens hatten die Preisrichter dann am 7. und 8.10. 2003 aus diesen 468 Architektenentwürfen die 46 ausgewählt, die nun in die engere Wahl gekommen waren.

Bis Dezember 2003 hatten die Planer danach Zeit gehabt, ihre Entwürfe im Maßstab 1:200 sowie als Modelle im Maßstab 1:500 abzuliefern. Das Büro Dömges und Partner aus Regensburg hat - wie schon beim ersten Durchgang - die Arbeiten gesammelt und wird sie in dieser Woche dem Preisgericht präsentieren. Dabei sind die Arbeiten nur mit einer Kennnummer versehen, ohne Namensangabe oder sonstigen Hinweis auf das betreffende Architekturbüro.

Am Donnerstag, 22.1. und Freitag, 23.1.2004 werden die Mitglieder des Preisgerichts unter der Leitung des Vorsitzenden Professor Dipl.-Ing. Fritz Auer aus Stuttgart die Preisträger auswählen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 87.600 € vergeben. Sie teilen sich auf in fünf Preise und vier Ankäufe. Der erste Preisträger erhält dabei 22.000 €, der zweite 17.500, der dritte 13.100 €, der vierte 10.500 € und der fünfte 7.000 €. Die Ankäufe belaufen sich auf jeweils 4.375 €. Als Fachpreisrichter fungieren neben dem Vorsitzenden Auer Prof. Dipl.-Ing. Günther Domenig aus Graz, Dipl.-Ing. Karlheinz Beer aus Weiden, Dipl.-Ing. Rita Lex-Kerfers aus München, Dipl.-Ing. Rudolf Fröschl aus Regensburg und Stadtbaumeister Rudolf-Müller-Tribbensee. Er erwartet ebenfalls ein spannendes und aufschlussreiches Verfahren: "Aufgrund der Vorauswahl rechne ich mit attraktiven und standortgerechten Ergebnissen." Mit im Preisgericht sind auch die Sachpreisrichter, darunter neben Oberbürgermeister Karl und Bürgermeister Arnold Graf der Stadtrat der UPW Dr. Werner Mümmler, Ministerialrat Dr. Michael Mihatsch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der Geschäftsführer der Stadthalle Rosenheim Heinz-Werner Bleyl. Als sachverständige Berater gehören Rüdiger Klein aus Eichstätt, Stadtrat und Kulturreferent Dr. Rüdiger Schmiedl sowie Kulturamtsleiterin Dr. Gabriele Moritz dem Preisgericht an.

Bereits ab Samstag, 24.1.2004 werden alle 468 eingegangenen Arbeiten einschließlich der 46 detaillierteren Ausarbeitungen aus dem zweiten Durchgang des Wettbewerbs dann in einer Ausstellung in der Großen Jurahalle der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Den Auftakt bildet eine Bürgerversammlung am 24.1.2004 um 14 Uhr, in der Oberbürgermeister Karl und Stadtbaumeister Müller-Tribbensee über den Wettbewerb und die Preisträger informieren werden. Anschließend sollen Führungen durch die ausgestellten Arbeiten folgen. Am 24.1.2004 ist die Ausstellung dann noch bis 19 Uhr zu besichtigen. Die weiteren Öffnungszeiten sind: Montags bis Freitags von 14 bis 19 Uhr, Samstag (31.1.2004) und an den beiden Sonntagen von 10 bis 19 Uhr.

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