Erschreckende Steigerung

NEUMARKT. Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren ist in der Zeit zwischen Juli 2000 und Juli 2002 im Landkreis Neumarkt von 305 auf 516 gestiegen. Dieser Besorgnis erregende Anstieg um 69,2 Prozent war für den Landkreis Anlass, gemeinsam mit der Stadt Neumarkt und der bfz gGmbH eine Berufsbezogene Jugendhilfemaßnahme in Neumarkt durchzuführen. Die Maßnahme begann am 01.08.2003 und endet am 31.07.2006.

Ziel ist es, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte junge Menschen, die den Anschluss an das Berufsleben zu verlieren drohen oder bereits verloren haben, und die sich den bestehenden Beratungs- und Informationsmöglichkeiten entziehen, aufzufangen. Sie sollen soweit motiviert und stabilisiert werden, dass sie eine Arbeitsaufnahme, eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schulausbildung oder auch eine Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen bzw. an beruflicher Fort- und Weiterbildung als eine Chance für sich selbst begreifen und diese auch nutzen können. Die Maßnahme finanziert sich aus Mitteln des Arbeitsmarktfonds im Rahmen des Beschäftigungspakts Bayern, Cofinanzierungsmitteln des Landkreises und der Stadt Neumarkt und Eigenmitteln des bfz. Im Jahr 2003 hat sich der Landkreis mit 5.118 Euro an diesem Projekt beteiligt.

Jugendhilfeplanung steht vor Abschluss

Im Rahmen der Jugendhilfeplanung wurde der Teilbereich "Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz" abgeschlossen.

Dieses gut 600 Seiten umfassende Werk, welches Jugendhilferelevante sozialräumliche Daten, den Bestand an Einrichtungen und Diensten sowie die Ergebnisse einer Bedarfsermittlung sowohl auf Landkreis- als auch auf Gemeindeebene zusammenfasst, wird im Frühjahr dem Jugendhilfeausschuss und dem Kreistag zur Beratung vorgelegt.

Leistungen der Jugendhilfe


Viel Arbeit in der Jugendhilfe

Landrat Albert Löhner verwies bei der Präsentation des Jahresberichtes 2003 auf die vielfältigen Aufgaben des Jugendamtes und lobte seine Mitarbeiter für die gute Arbeit:
  • Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz erhalten alleinstehende Elternteile für derzeit 384 Kinder. Die Ausgaben, die vom Bund und vom Freistaat Bayern getragen werden, beliefen sich auf ca. 660.000,00 €.
  • Im Fachbereich Jugendarbeit wurden die Jugendbeauftragten der Gemeinden in zwei Seminaren geschult. Besonders erfreulich war die Gründung eines Arbeitskreises "offene Kinder- und Jugendarbeit/Treffarbeit", der auf die Zunahme der Jugendtreffs im Landkreis zurückzuführen ist.
  • Im Freizeitbereich wurden - ergänzend zu den Angeboten der Vereine und Verbände - 40 Angebote mit unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung und für verschiedene Altersgruppen gemacht. Besonders geachtet wurde auf eine "gute" Mischung zwischen "traditionellen" Angeboten (Zeltlager, Skifahren, große Freizeiten) und "modernen" Angeboten (Computerkurse, Skaterfahren, Surffreizeiten).
  • Maßnahmen des erzieherischen und gesetzlichen Jugendschutzes nehmen einen zunehmend größeren Stellenwert in der Arbeit des Jugendamtes ein. Neben präventiven Veranstaltungen (Theatervorstellungen, Extra-pur-Sucht, oder die Partyfabrik) haben auch die gemeinsamen Jugendschutzkontrollen mit der Polizei zugenommen.


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