"Antiquierter Humbug"
NEUMARKT.
Beim letzten Treffen des ÖDP-Kreisverbandes Neumarkt wurde
das Thema Kläranlagen diskutiert, denn in vielen Gemeinden steht eine
Kläranlagenerweiterung und -modernisierung an.
Die finanziellen Beiträge dafür, welche nach Geschoßflächen und
Grundstücksgrößen von den Gemeinden
(z.B. Berching und Freystadt) erhoben werden,
sind nach Ansicht des ÖDP-Kreisvorsitzenden Josef Neumeyer
ein "antiquierter Humbug".
Eine Kläranlage sei eine typische Investition,
dessen Kosten verursachergerecht nach der eingleiteten Schmutzwassermenge
sinnvoll umgelegt werden könnten.
Dies hätte auch die Wirkung, dass mit der Resource Wasser mehr kosten- und
umweltbewußt umgegangen wird.
Das Bemessen der Beiträge nach Geschoßfläche dagegen hat mit dem Verursacherprinzip
so wenig zu tun,
wie vor zig Jahren das Zählen von Steckdosen bezüglich Stromgrundgebühr.
Neumeyer: "Aber manche Gemeinde- und Stadträte leben hier noch im
Mittelalter;
ja Berching will sogar -zig Euro pro Einwohner zusätzlich ausgeben für die
unproduktive Ermittlung von Geschoßflächen."
Das Rathaus beschließt und erwarte, dass die Einwohner "diesen Humbug"
anstandslos zahlen.
Die Kreis-ÖDP hoffe, dass viele Bürger gegen dieses Verfahren Einspruch
erheben, denn die Geschoßflächen würden nicht das Schmutzwasser verusachen.
Diese Bemessungsart für die Kläranlagenkosten widerspreche also dem
Verursacherprinzip,
sei damit ungerecht und fördere die Verschwendung.
Ausserdem müsse der jeweilige Hauseigentümer eine relativ große Summe Euro
vorhalten,
um auf einen Schlag die Beiträge zahlen zu können.
Die ÖDP bat die Gemeinde- und Stadträte, solche Entscheidungen
zu überdenken und das ökologische Verursacherprinzip walten zu lassen;
"so wie die Stromwirtschaft das Zählen von Steckdosen bereits überwunden
hat".
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